Möglich wird das durch eine engere technische Zusammenarbeit zwischen der Stadt und externen IT-Dienstleistern. Fulda hat dabei in den vergangenen Monaten mehrere zentrale Fachverfahren umgestellt und so den Grundstein für eine spürbar modernere Bürgerkommunikation gelegt.
Online-Terminvereinbarung Für Das Bürgerbüro Fulda
Ein Klassiker der Verwaltungsdigitalisierung ist die Terminbuchung. Wer einen neuen Ausweis beantragen oder eine Anmeldung vornehmen möchte, muss nicht mehr in der Warteschlange stehen, sondern kann sich online einen passenden Slot sichern. Diese Funktion ist inzwischen fest in die zentralen Systeme der Stadt integriert.
Möglich wurde das auch durch die Anbindung an das kommunale Rechenzentrum ekom21, das zentrale Anwendungen für Fulda betreibt. Rund 500 Anwenderinnen und Anwender greifen mittlerweile über eine browserbasierte Auskunftsfunktion auf diese Systeme zu, darunter auch Nutzer aus dem Landkreis. Das zeigt, wie stark digitale Verwaltungsangebote inzwischen regional vernetzt sind.
Digitale Anträge Und Elektronische Signaturverfahren
Neben der Terminbuchung wächst auch die Zahl der Formulare, die sich komplett digital ausfüllen und einreichen lassen. Das Workflowsystem „civento“ bildet dabei das technische Rückgrat vieler Online-Anträge der Stadt Fulda. Anträge, die früher Papierform und persönliche Vorsprache erforderten, laufen zunehmend medienbruchfrei durch die internen Bearbeitungsprozesse.
Identitätsprüfung und digitale Authentifizierung spielen dabei eine zentrale Rolle – ein Thema, das auch in anderen digitalen Branchen relevant ist. Im Bereich der Online-Unterhaltung etwa haben sich vergleichbare Verifizierungsmechanismen etabliert. Wer sich einen Überblick über Angebote verschaffen möchte, die nicht an LUGAS angebunden sind, findet dort eine übersichtliche Einordnung, wie unterschiedlich Plattformen mit Nutzerkonten und Datenprüfung umgehen. Solche Parallelen verdeutlichen, wie universell digitale Identitätsfragen mittlerweile geworden sind.
Zentrale Register Und Sperrsysteme Im Vergleich
Ein weiterer Baustein der Digitalisierung sind zentrale Register, die verschiedene Ämter miteinander verknüpfen. Melde- und Passwesen, Gewerbe- und Erlaubniswesen sowie das Fundbüro laufen inzwischen über dieselbe zentrale Infrastruktur. Das reduziert doppelte Datenpflege und beschleunigt Auskünfte spürbar.
Landesweit unterstützt das Onlinezugangsgesetz solche Vorhaben mit erheblichen Mitteln. Allein für die Digitalisierung von Verkehrsdienstleistungen stehen in Hessen 38,7 Millionen Euro zur Verfügung. Der Deutsche Städtetag betont zudem, dass digitale Verwaltung längst als zentraler Baustein moderner Stadtentwicklung gilt, nicht nur als technisches Detail.
Ausblick Auf Weitere Digitale Verwaltungsschritte
Fulda ist Teil der Kooperation „Digitale Kommune@Hessen“, in der Städte wie Marburg, Gießen und Wetzlar gemeinsam an Online-Diensten arbeiten. Ziel ist es, Doppelentwicklungen zu vermeiden und Best-Practice-Lösungen landesweit verfügbar zu machen. Das eGovernment Service- und Analyse-Dashboard, das auch Fulda nutzt, hilft dabei, Nutzungsdaten auszuwerten und Angebote gezielt zu verbessern.
Auch auf Landesebene zeigt sich der Trend zur vollständigen Digitalisierung: Der digitale Gewerbesteuerbescheid wird mittlerweile bundesweit ausgerollt und gilt laut hessischem Finanzministerium als sicherer und zeitsparender Prozess. Für Fulda dürfte das bedeuten, dass in den kommenden Jahren weitere Verfahren aus Steuer- und Gebührenwesen digital abgebildet werden. Die Bürgerinnen und Bürger der Region profitieren so schrittweise von einer Verwaltung, die weniger Wartezeit und mehr Transparenz bietet.
