„Ich bin es seit Jahren gewohnt, in den Wettkämpfen gute Leistungen abzuliefern. Dieses Mal bin ich froh, den Wettkampf einfach nur überstanden zu haben“, sagte Martin. Eine Bewegungsblockade im Rücken und in den Beinen zwang den Sinntaler zu einer zehntägigen Trainingspause. „Ich hatte nicht nur Angst, meinen Start in Waiblingen zu verpassen. Ich war auch in Sorge, dass ich meinen geliebten Sport nicht mehr ausüben kann.“
Nach zahlreichen Behandlungen beim Physiotherapeuten griff Martin am Wettkampftag wieder zu Axt und Säge. Während es in der ersten Disziplin, dem Springboard, noch gut lief, folgte an der Motorsäge die Ernüchterung. An der Stock Saw wurde der sechsfache Deutsche Meister lediglich Vierzehnter von 16 Sportlern. „Da habe ich einen ordentlichen Dämpfer verpasst bekommen.“
Wieder sollte die Hot Saw als letzte Disziplin über das Semifinale entscheiden. Bis dahin lag der Schweizer Oliver Reinhard in Führung. Reinhard musste vor Danny Martin auf die Bühne. Nachdem er für drei Scheiben mit der getunten Motorsäge 11,29 Sekunden benötigt hatte, war der Weg frei für Martin. Der deutsche Rekordhalter in dieser Disziplin holte sich mit 6,86 Sekunden den Tagessieg. Am Ende trennte ihn nur ein Punkt von Reinhard. Dritter wurde der Bayer Denny Vielwerth.
Das Finale der besten Sportholzfäller aus Deutschland, Österreich und der Schweiz findet am 29. August in Schladming (AT) statt. Der Sinntaler qualifizierte sich als Zweiter hinter dem österreichischen Staatsmeister Armin Kugler für den Wettkampf. „Ich habe jetzt fünf Wochen Zeit, um mich auf die Titelverteidigung in der DACH-Meisterschaft zu konzentrieren“, sagte Danny Martin. „Genug Zeit, um an den Feinheiten zu arbeiten und den Wettkampf beim nächsten Mal weniger spannend zu machen.“
