Damit ist der geplante Verkauf jedoch noch nicht endgültig gescheitert. Edeka hat dem Bundeskartellamt bereits sogenannte Zusatzangebote vorgelegt. Dabei geht es offenbar darum, auf einzelne Regionen oder Filialen zu verzichten, um die Bedenken der Wettbewerbshüter auszuräumen.
Das Prüfverfahren läuft weiter. Nach übereinstimmenden Medienberichten wurde die Hauptprüfung deshalb bis zum 23. September verlängert. Für die Beschäftigten bedeutet das weitere Unsicherheit: Sie wissen weiterhin nicht, wie es mit den Filialen und ihren Arbeitsplätzen weitergeht.
Tegut betreibt rund 300 Märkte, der Schwerpunkt liegt in Hessen, Thüringen und Bayern. Besonders in kleineren Städten und ländlichen Regionen sind die Märkte ein wichtiger Bestandteil der Nahversorgung.
Nach dem Rückzug des Schweizer Migros-Konzerns aus Deutschland steht tegut zum Verkauf. Edeka und Rewe wollen Teile des Filialnetzes übernehmen. Während Edeka einen Großteil der Märkte übernehmen möchte, plant die Rewe-Gruppe die Übernahme von rund 40 Filialen. Auch diese Entscheidung steht noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Prüfung.
Für kleinere Standorte gibt es zudem bereits Überlegungen mit anderen Konzepten. Einzelne Filialen könnten künftig von „Tante Enso“ übernommen werden. Wie es mit tegut, den Filialen und den Beschäftigten weitergeht, entscheidet sich in den kommenden Wochen.
