Schon am Morgen des 1. Juli waren vielerorts höhere Preise zu beobachten. Die deutlichsten Veränderungen folgten jedoch um Punkt 12 Uhr. Hintergrund ist die sogenannte 12-Uhr-Regel: Tankstellen dürfen ihre Preise zwar beliebig oft senken, Erhöhungen sind jedoch nur einmal täglich um 12 Uhr erlaubt.
So kostete der Liter Super E10 an der Avia-Tankstelle in Eichenzell am Mittwochmorgen noch 1,94 Euro. Kurz nach 12 Uhr lag der Preis bereits bei 2,14 Euro – ein Anstieg von 20 Cent je Liter. Auch an weiteren Tankstellen in der Region waren Preissteigerungen von teils fast 30 Cent pro Liter zu beobachten.
Der Tankrabatt war Anfang Mai von der Bundesregierung eingeführt worden, um die infolge des Iran-Kriegs stark gestiegenen Kraftstoffpreise zumindest teilweise abzufedern. Dafür wurde die Energiesteuer auf Benzin und Diesel für zwei Monate gesenkt. Eine Verlängerung der rund 1,6 Milliarden Euro teuren Maßnahme hatte die Bundesregierung jedoch ausgeschlossen, sodass seit dem 1. Juli wieder die regulären Steuersätze gelten. Experten hatten deshalb bereits im Vorfeld mit einem spürbaren Preisanstieg an den Zapfsäulen gerechnet.
