Lokales VB 24.07.2026

Standorterweiterung: OLS investiert 13,5 Millionen Euro in Schlitz

Schlitz (pm/gü) – Die Stückgutkooperation Online Systemlogistik (OSL) hat vor 30 Jahren den Zentral-HUB in Schlitz bei Fulda in Betrieb genommen, 1997 und 1998 wurde er erweitert. Seit 2005 gibt es in unmittelbarer Nachbarschaft vom „Zentral-HUB (ZUB) I“ den „ZUB II“. Nun kann sich OSL nochmals vergrößern: Es entstehen knapp 4000 Quadratmeter mehr Fläche und 42 zusätzliche Tore für den Stückgutumschlag sowie ein E-Ladepark.

Foto: Online Systemlogistik

„Wir sind überaus froh, durch eine glückliche Fügung am bewährten Standort in der Mitte Deutschlands wachsen zu können“, sagt OSL-Geschäftsführerin Petra Welling: „Der Ausbau unseres Zentral-HUBs bietet beste Voraussetzungen, um weitere Partner in unseren Verbund aufzunehmen.“ Bisher stand der Erweiterung des Standortes die Immobilie eines KEP-Dienstleisters im Weg. Jetzt war das Grundstück zu verkaufen. Durch den Erwerb kann OSL die eigene Anlage nun so umgestalten und erweitern, dass am ZUB I zusätzlich 42 Tore für die Ent- und Beladung zur Verfügung stehen. Damit erhöht sich die Anzahl von insgesamt 220 Toren an ZUB I und ZUB II auf 262 Tore. Die Umschlagsflächen vergrößern sich durch den etwa 4000 Quadratmeter großen Anbau an ZUB I auf insgesamt rund 21.000 Quadratmeter. Anfang Juni wurde bereits das alte KEP-Gebäude zurückgebaut, weitere Vorbereitungen laufen. Die eigentlichen Bauarbeiten sollen Ende des Jahres starten.

„Diese einmalige Gelegenheit, die Flächen zu vergrößern und unseren Zentral-HUB endlich auszubauen, konnten wir uns nicht entgehen lassen“, sagt Petra Welling: „Seit Jahren waren wir auf der Suche nach einem verkehrsgünstigen Standort, an dem Wachstum möglich ist, denn unsere ZUBs sind bis an ihre Kapazitätsgrenzen ausgelastet. Doch nur von einem zentralen Standort aus kann jeder Partner jede Nacht jede Relation erreichen. Damit wir wie geplant Gebiete weiter optimieren und die Zwei-Partner-Strategie in nationalen Metropolen und im internationalen Bereich umsetzen können, müssen wir neue Partner aufnehmen. Auch dafür benötigen wir mehr Umschlagsfläche und Tore am Zentral-HUB.“

 

E-Ladepark inklusive

Parallel zur Erweiterung soll für die Aufladung von E-Lkw ein E-Ladepark entstehen. Nach Berechnungen von OSL sind 18 Ladepunkte erforderlich. Dafür steht eine Anschlussleistung von mindestens einem Megawatt exklusiv zur Verfügung. Zur Veranschaulichung: Pro Tag können so 128 Lkw ihre Batterien nachladen. Um alle E-Lkw, die am ZUB laden müssen, ausreichend mit Strom versorgen zu können, soll der jeweilige Bedarf ermittelt und die Aufladung über eine sehr flexible Software gesteuert werden. Neben den Ladestationen wird ein 20-MW-Batteriespeicher die Stromversorgung am ZUB sichern. Ergänzend soll eine Photovoltaikanlage auf den eigenen Dachflächen Strom produzieren. Die Planungen für die Ladeinfrastruktur werden voraussichtlich im Herbst 2026 abgeschlossen sein, 2028 soll der E-Ladepark am Zentral-HUB in Betrieb gehen. Für die Übergangszeit können aus dem Süden kommende OSL-Partner ihre E-Lkw an der A7 am Autohof Fulda Nord laden; OSL-Partner aus dem Norden nutzen dafür den Autohof Niederaula. Beide E-Charger sind jeweils rund 16 Kilometer vom ZUB in Schlitz entfernt.