Zum Auftakt nahm Shaggy Schwarz das Publikum mit auf eine Reise durch Gedichte, Balladen und persönliche Geschichten. Dabei zeigte sich schnell, dass die besondere Open-Air-Atmosphäre nicht nur Kulisse, sondern Teil des Programms ist – inklusive Windböen, die auch am Mikrofon nicht spurlos vorbeigingen. „StadtLesen – zum dritten Mal findet das hier statt. Ich darf auch bereits zum dritten Mal mitmachen“, sagte Schwarz zu Beginn seines Abends und begrüßte das Publikum auf dem Borgiasplatz. Humorvoll verwies er auf die besondere Situation unter freiem Himmel: „Man hört hier auch den Wind im Mikrofon.“
Der Auftakt war geprägt von Nähe zum Publikum und persönlichen Einblicken. So erinnerte Schwarz daran, dass er in den vergangenen Jahren bereits Teil des StadtLesen-Programms war – unter anderem mit einem Abend voller Horrorgeschichten. In diesem Jahr schlug das Programm bewusst ruhigere Töne an. Unter dem Motto „Zauber der Worte“ führte Schwarz durch einen Abend voller Literatur und persönlicher Gedanken. Dabei spielte auch seine eigene Verbindung zur Literatur eine Rolle – etwa seine frühe Begeisterung für die Figur „Momo“.
„Momo ist eine Freundin, die sich einfach freut, wenn man vorbeikommt – egal, wie man gerade ist“, sagte er. Die Geschichte erinnere daran, wie wertvoll Zeit, Aufmerksamkeit und echtes Zuhören seien. Im Mittelpunkt des Abends stand genau dieser Gedanke: innehalten, zuhören und sich auf Sprache einlassen. „Wir brauchen nur eine Handvoll unbezahlbarer Zeit und die Liebe zur Lyrik“, so Schwarz. Mit diesen Worten eröffnete er den ersten Abend von StadtLesen 2026, das noch bis Sonntag den Borgiasplatz in ein offenes Lesewohnzimmer verwandelt.
