Wie Cimen bekanntgab, wird Innenverteidiger Aaron Frey das Kapitänsamt in der kommenden Saison übernehmen, Leon Pomnitz fungiert als Stellvertreter. „Aaron hat sich das mit den Leistungen in den vergangenen Jahren verdient – was aber nicht heißen soll, das andere es weniger verdient hätten. Am Ende habe ich die Entscheidung getroffen und denke, dass er das gut machen wird“, erläuterte Cimen. Neu im Mannschaftsrat um Kevin Hillmann und Milian Habermehl ist außerdem Tobias Göbel.
Neben der Entscheidung, wer in der am zweiten Augustwochenende startenden Saison die Binde trägt, konnte der Barockstadt-Trainer zahlreiche, weitere Erkenntnisse während des Trainingslagers am Störmthaler See gewinnen – wenngleich die Ergebnisse in den Testspielen ausbaufähig waren: Gegen den Nordost-Oberligisten VfL Halle unterlag die SGB mit 1:2, gegen den ZFC Meuselwitz stand nach zwischenzeitlichem 0:3-Rückstand am Ende immerhin ein 3:3-Unentschieden auf der Anzeigetafel. „Die Ergebnisse waren nicht ganz so, wie wir uns das vorgestellt haben. Wir haben in den zwei Spielen aufgezeigt bekommen, wie viel Arbeit wir noch vor uns haben“, konstatierte Cimen: „Grundsätzlich bewerte ich Testspielergebnisse aber nicht über, egal ob die positiv oder negativ ausfallen. Es geht hauptsächlich um die Erkenntnisse: Man darf nicht vergessen, dass wir auch gegen einige Oberligisten gespielt haben, wo wir viel Ballbesitz hatten. Da mussten wir Lösungen finden und haben uns schwer getan. Aus diesen Dingen müssen wir schnellstmöglich lernen.“
Cimen zeigt sich dahingehend jedoch optimistisch und gibt gleichzeitig die Marschroute für die letzte Phase der Vorbereitung vor: „Das Spiel gegen den Ball muss unsere Basis werden, wir haben bislang einfach zu viele Gegentore kassiert. Ob das Bälle hinter die Kette waren oder individuelle Fehler, die Tore sind zu einfach gefallen. Das müssen wir besser verteidigen.“ Vorwürfe macht der Coach seiner Mannschaft jedoch selbstverständlich nicht, immerhin spiele auch die körperliche und mentale Verfassung am Ende der Vorbereitung eine Rolle. „Es waren schon sehr viele Einheiten, eine gewisse Müdigkeit ist da normal.“
Dennoch wissen Cimen und Co. mit den Erkenntnissen aus dem traditionellen Trainingslager in Sachsen nun nochmal mehr, an welchen Stellschrauben noch gedreht werden muss – allzu viel Zeit bleibt der SGB dabei nicht, immerhin steht bereits am Freitagabend das Testspiel gegen den Drittligisten Havelse auf dem Programm. Der Test gegen den TSV stand bereits seit längerem fest, unklar waren bislang jedoch Austragungsort und Uhrzeit. Wie die SGB inzwischen bekanntgab, wird am Freitagabend (19 Uhr) in Göttingen auf dem A-Platz unweit des Jahnstadions gespielt. „Havelse kam mit der Anfrage auf uns zu und wir haben nichts dagegen, in Göttingen zu spielen“, erläutert Cimen: „Das war der Kompromiss, da der Spielort nun etwa in der Mitte zwischen beiden Teams liegt. Uns war wichtig, dass der Test stattfindet. Gegen einen Drittligisten werden wir extrem gefordert sein.“
