American Food, Pre-Game-Show mit Nationalhymnen, ruppiger Football und ein Fuldaer Sieg. Und das am amerikanischen Unabhängigkeitstag – keiner hätte sich einen besseren Gameday in der Johannisau ausmalen können. Auch die Sonne strahle für die Saints, bei bestem Wetter knackte das Spiel die Marke von 1400 Zuschauern – womöglich sogar 1500. Tolle Stimmung herrschte im Stadion, schon vor dem Kickoff. Spätestens aber, als Stadtbaurat Daniel Schreiner persönlich in Begleitung der Bundeswehr den Ball hineintrug, und Bürgermeister Dag Wehner den Cointoss vornahm, war alles angerichtet.
„Es kam wieder alles sehr gut an bei den Besuchern. Und es hat uns natürlich sehr gefreut, dass uns die Stadt Fulda die Ehre erwiesen und uns unterstützt hat“, strahlte Saints-Headcoach Jonas Heck nach dem Stadion-Spiel. Auch der Edeka-Truck war wieder vor Ort, dazu gab es viele Angebote und Attraktionen für Groß und Klein.
Sportlich wahrten die Saints ihre weiße Weste und stehen nun bei acht Siegen aus acht Spielen. Doch der Headcoach war nicht gänzlich zufrieden mit dem ersten Quarter: „Da hatten wir noch unsere Probleme“. Der Zwischenstand hieß trotzdem 20:0 und kam unter anderem durch einen Touchdown mit dem ersten Offense-Play der Fuldaer zustande: Mainz punktete anfangs nicht, gab den Ball ab – und Saints-Quarterback Kolton Richards warf einen Pass auf Receiver Holt Egan, der vollendete. QB Richards wurde später auch der MVP des Spiels und bekam auf dem Edeka-Truck einen Pokal überreicht.
Im Verlauf der Partie kamen die Gastgeber immer besser rein, und Heck lobte schließlich: „Es war wieder eine geschlossene Teamleistung: Auch die Special Teams waren stark, und die Defense hat einige Turnover und Fumbles forciert. Wir haben überzeugt und konnten dann für unsere Verhältnisse sehr früh auch die Backups ins Spiel bringen, die auch nochmal punkten konnten“. Ein so deutliches Ergebnis habe das Trainerteam nach dem 32:19 im Hinspiel nicht erwartet, war aber umso glücklicher im Nachgang. Das durfte gefeiert werden: Schon im Stadion ging die Party mit den Fans weiter. Spätabends hatten die Saints noch eine fette Party im S-Club organisiert – zwei Drittel des Teams und viele, die im Stadion dabei waren, hatten sich angekündigt mit DJ Liam bei fetten Beats zu feiern.
Nun wartet eine kleine Sommerpause in der Regionalliga Mitte: Drei Wochen lang ist frei, doch Heck wird derweil im Hintergrund arbeiten und analysieren. „Danach starten wir den Playoff-Push“, so die Ansage. Einen Sieg aus den Duellen in Rüsselsheim und gegen Bad Homburg brauchen die Saints noch, um die Meisterschaft klarzumachen und um die zweite Liga zu spielen.
