Fußball 01.07.2026

Regionalliga-Reform – Nach Abstimmung: Keine Lösung in Sicht

Karlsruhe (pm/jah) – Die Hoffnung auf eine bundesweit einheitliche Reform der Fußball-Regionalligen und ein neues Aufstiegsmodell zur 3. Liga hat sich vorerst zerschlagen. Bei einer zeitgleichen Abstimmung der Vereine aus allen fünf Regionalliga-Staffeln kam kein einheitliches Votum zustande. Während die Regionalliga Südwest mit großer Mehrheit das sogenannte Regionenmodell befürwortete, entschieden sich andere Staffeln für andere Ansätze.

Die Regionalliga Südwest sprach sich, wenig überraschend, mit deutlicher Mehrheit für das Regionnenmodell aus. Symbolfoto: Görlich Media

Voraussetzung für eine Umsetzung zur Saison 2028/29 ist, dass sich alle fünf Regionalligen auf dasselbe Modell verständigen. Diese Einigkeit blieb bei der Abstimmung jedoch aus. Damit endet zunächst auch die Arbeit der vom Deutschen Fußball-Bund eingesetzten Arbeitsgruppe, die Vorschläge für eine Neuregelung des Aufstiegs erarbeitet hatte. Ziel bleibt weiterhin, die umstrittenen Aufstiegsspiele zur 3. Liga langfristig abzuschaffen.

In der Regionalliga Südwest fiel das Votum dagegen eindeutig aus. Von insgesamt 30 teilnehmenden Vereinen aus der Regionalliga Südwest sowie den Dritt- und Oberligen des Verbandsgebiets stimmten 29 grundsätzlich für eine Reform. Dabei votierten 27 Vereine – rund 93 Prozent – für das Regionenmodell, zwei Vereine sprachen sich für das Kompassmodell aus. Anders gestaltet sich die Lage in den anderen Staffeln: Im Westen (60,9 Prozent), Norden (61,5 Prozent) und Nordosten (76,3 Prozent) wurde mehrheitlich das Kompassmodell favorisiert. In Bayern sprachen sich die abstimmenden mehrheitlich (52,4 Prozent) für die Ausarbeitung neuer Modelle aus.

Die Vereine der Regionalliga Südwest unterstrichen damit ihre Zufriedenheit mit den bestehenden Strukturen ihrer Staffel. Gleichzeitig bekräftigten sie ihren Wunsch nach einer Reform des Aufstiegssystems nach dem Grundsatz: Meister sollen direkt aufsteigen können. Wie es mit einer möglichen Neuregelung weitergeht, wollen die Regionalliga-Träger nun gemeinsam mit dem DFB beraten.