„Wir wollen Räume schaffen, in denen sachlich diskutiert wird. Gleichzeitig wollen wir deutlich machen, dass Antisemitismus und jeder Form von Menschenfeindlichkeit klare Grenzen gesetzt werden müssen“, betonte Prof. Dr. Martina Ritter, Vizepräsidentin der Hochschule Fulda, zur Begrüßung. Sie dankte den Organisatoren der Veranstaltung sowie den Podiumsgästen für ihre Bereitschaft, sich an der Diskussion zu beteiligen.
Die Veranstaltung stand im Zusammenhang mit dem Jahresmotto der Hochschule „Demokratie braucht Engagement – jeden Tag“. In den vergangenen beiden Wochen hatte sich die Hochschule bereits mit verschiedenen Aktionen rund um das Grundgesetz beschäftigt.
Durch den Abend führte Demokratietrainer und Konfliktmoderator Vatan Ukaj. Auf dem Podium diskutierten Dr. Stefan Hößl aus erziehungswissenschaftlicher Perspektive, Anne Goldenbogen mit Blick auf die Bildungspraxis, Prof. Dr. Marek Sierka als Vertreter der jüdischen Community sowie Hartmut Zimmermann aus der Zivilgesellschaft.
Zum Einstieg bat Ukaj die Teilnehmenden, ihre persönliche Perspektive auf das Thema Antisemitismus in jeweils 90 Sekunden zu schildern. „Ich bin natürlich eine Person, die hier nicht ohne Emotionen ist“, sagte Hößl.
Im weiteren Verlauf ging es unter anderem um unterschiedliche Erscheinungsformen des Antisemitismus, gesellschaftliche Abwehrmechanismen sowie die Frage, wie ein offener und respektvoller Dialog gelingen kann. „Es braucht zunächst das Verständnis dafür, was Antisemitismus ist. Auch Selbstreflexion spielt dabei eine wichtige Rolle“, erklärte Goldenbogen. Zimmermann betonte, es brauche glaubwürdige Persönlichkeiten, die Offenheit mitbringen und sich schwierigen Diskussionen nicht entziehen.
Ziel der Veranstaltung war es, den Austausch zwischen unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen zu fördern, verschiedene Perspektiven sichtbar zu machen und auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse das gegenseitige Verständnis zu stärken.
