Überreicht wurde die Urkunde vor Ort an Geschäftsführerin Anja Lindner durch die Leiterin des Conviviums Fulda, Gudrun Heidorn, in Anwesenheit des Leiters der Testgruppe, Arthur Schulz. Das Lindengut ist ein Demeter-Betrieb, der Landwirtschaft, Hofladen, Tagungshotel und Restaurant betreibt. Der überwiegende Teil des kulinarischen Angebots stammt aus eigener Herstellung. Das Slow Food Convivium Fulda-Rhön-Vogelsberg freut sich über das vierte ausgezeichnete Slow-Food-Genussführer-Restaurant innerhalb der Convivium-Grenzen. Die weiteren Restaurants sind das Restaurant Ritter in Fulda, die Dorfstube in Rengersfeld und Krenzers Rhön in Ehrenberg-Seiferts.
Das Convivium (Regionalgruppe) Slow Food Fulda, das auch Teile des Vogelsbergs und der Rhön beinhaltet, ist Teil von Slow Food Deutschland mit Sitz in Berlin. Slow Food Deutschland wiederum ist Teil einer weltweiten Bewegung, die sich für gutes, sauberes und faires Essen für alle einsetzt. Slow Food hat sich zum Ziel gesetzt, eine Ernährungswelt zu schaffen, die auf fairen Beziehungen basiert, die biologische Vielfalt, das Klima und die Gesundheit fördert und es allen Menschen ermöglicht, ein Leben in Würde und Freude zu führen.
Zu den zahlreichen Projekten, die Slow Food ausmachen, gehört die Auszeichnung von Restaurants als Genussführer-Restaurant. Bundesweit finden sich in diesem Slow Food Restaurantführer gastronomische Betriebe, die den Regeln von Slow Food entsprechen. Der Slow Food Genussführer ist sowohl in gebundener Form als auch als App erhältlich. Er wird alle zwei Jahre neu aufgelegt und in der App laufend aktualisiert. Dabei geht es nicht nur um den namensgebenden Genuss, der selbstverständlich nicht zu kurz kommen darf, sondern um die Erfüllung weiterer Kriterien. Gemäß dem Motto „Gutes, sauberes und faires Essen für alle" müssen die Speisen für ein breites Publikum erschwinglich bleiben. Dies, obwohl hohe Ansprüche an Handwerkskunst, Qualität der Rohstoffe sowie an Regionalität und Saisonalität gestellt werden. Eine Gruppe innerhalb des Conviviums testet die Restaurants mehrfach, zunächst anonym, zum Schluss offen. In der letzten Phase muss der Restaurantbetreiber seine Lieferanten offenlegen. Eine nachhaltige Landwirtschaft und Tierwohl müssen nachprüfbar und auch für die Gäste einsehbar sein.
