In einem Schreiben an die Mitglieder der Unionsfraktion erklärte Spahn, er habe CDU-Chef und Bundeskanzler Friedrich Merz sowie CSU-Chef Markus Söder über seine Entscheidung informiert. „Mir ist in diesen letzten Tagen bewusst geworden, dass mein persönliches Glück, gemeinsam mit meinem Mann eine Familie zu gründen und Vater zu werden, nicht vereinbar ist mit meinem politischen Amt“, heißt es in dem Brief.
Spahn sprach von einer zunehmenden Belastung durch die öffentliche Debatte und betonte, seine Familie habe für ihn oberste Priorität. Zugleich dankte er den Abgeordneten der Union sowie den Fraktionsspitzen für die Zusammenarbeit in den vergangenen Monaten.
Auslöser der Diskussion war die Bekanntgabe, dass Spahn und sein Ehemann Daniel Funke mithilfe einer Leihmutter in den USA Eltern geworden sind. Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten, zudem hatte sich die CDU in der Vergangenheit mehrfach gegen eine Legalisierung ausgesprochen. Aus den eigenen Reihen waren deshalb zuletzt immer lautere Rücktrittsforderungen erhoben worden. Unter anderem hatten mehrere CDU-Landesverbände sowie einzelne Parteifunktionäre Spahns Rückzug verlangt. Medienberichten zufolge soll auch Bundeskanzler Friedrich Merz intern einen Rücktritt für notwendig gehalten haben.
Wer Jens Spahn an der Spitze der Unionsfraktion nachfolgen wird, ist derzeit noch offen.
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