Lokales FD 25.07.2026

NABU Eichenzell widerspricht Kritik an geänderten Mähzyklen

Eichenzell (pm/sim) – Der NABU Eichenzell hat auf die Kritik der Bürgerliste und der FDP am Sparmodus der CDU reagiert und sich gegen eine Rücknahme der geänderten Mähzyklen auf Friedhöfen, Kinderspielplätzen, Sportflächen und öffentlichen Grünanlagen ausgesprochen.

Kölner Südfriedhof – Foto: Genossenschaft Kölner Friedhofsgärtner eG/Pakendorf

Den Antrag der FDP könne der NABU aus Naturschutzgründen nicht nachvollziehen. Dabei handele es sich nicht um eine Sparmaßnahme, die unterschätzt werden dürfe. Angesichts des Klimawandels müsse mittlerweile deutlich geworden sein, dass die Artenvielfalt durch ständig „aufgeräumte“ Gärten und Grünflächen immer weiter zurückgehe.

Auch Friedhöfe seien zwar Orte der Würde, dennoch müsse die heimische Artenvielfalt dort nicht ständig beeinträchtigt werden. „Hier darf sich die Natur auch ein wenig Schutzraum zurückholen“, erklärt Anke Dorn-Kapfer, Vorsitzende des NABU Eichenzell. Das gelte ebenso für Spielplätze, Sportplätze außerhalb der Spielfelder sowie öffentliche Grünflächen. Artenreiche Blühwiesen schützten zudem den Boden vor Austrocknung.

Dorn-Kapfer verweist auf eine aktuelle Studie des ECONICS Instituts im Auftrag des NABU. Demnach verliere Deutschland in der Klimakrise zunehmend die natürliche Schutzfunktion seiner Landschaften. Dies zeige der bundesweit vorgestellte Grün-Feucht-Kühl-Index (GFKI) 2026.

Auch ein Grünschnittplatz müsse nach Ansicht des NABU nicht neu hergerichtet werden, wenn der Gemeinde ein geeignetes Grundstück zur Pacht ohne weitere Kosten zur Verfügung gestellt werde. Ein entsprechendes Angebot liege bereits vor.

Abschließend richtet sich der NABU mit einem Appell an Bürgerliste und FDP: „Wir bitten Euch um Unterstützung mit Umweltgedanken und lasst ruhig einmal ein bisschen Gras, einen Tothaufen mit altem Holz und mehr Hecken stehen und liegen“, so Dorn-Kapfer.