Mit einem lachenden und einem weinenden Auge schaut Peter-Mosmann auf die vergangenen Jahre zurück. Anfang der 1980er Jahre hatte sie mit ihrem damaligen Ehemann Claude Mosmann am heutigen Standort am Buttermarkt den Laden gegründet. „Wir haben mal angefangen mit einem Jeansladen im Jahr 1981, da waren wir einer der größten Jeansanbieter in Hessen“, erzählt die 70-Jährige: „Zwischenzeitlich hatten wir Snowboards und Mountainbikes, das war auch eine total interessante Zeit.“ Am liebsten erinnere sie sich jedoch an das zurück, was in den vergangenen Jahren war: Mit ihrem Sohn hatte sie das Konzept „Mode und Wein“ entwickelt, welches Modegeschäft und Weinhandel miteinander verband. Mit „Urbanwines“ eröffnete ihr Sohn eine Weinbar als Teil des Geschäfts. Inzwischen lebe er aber mit seiner Familie in München und die Weinbar gibt es nicht mehr.
Vor zwei Jahren hatte Peter-Mosmann die Schließung schonmal angekündigt. Jedoch hatte es einen guten Grund gegeben, weshalb die Türen dann schließlich doch länger geöffnet blieben. „Ich wollte einen Nachmieter finden, der diese schöne Fläche an diesem wunderbaren Standort inmitten der Fuldaer Innenstadt weiterentwickelt“, erklärt die 70-Jährige. Von Anfang an habe für sie festgestanden, dass sie die Räume vermieten möchte, wenn sie ein gewisses Alter erreicht hat und ihr Sohn dort nichts verwirklichen möchte. Der Mieter sollte jemand mit einem tollen Konzept sein. Nach zwei Jahren intensiver Suche, habe sie nun endlich jemanden gefunden, der nicht nur in die Innenstadt und zum Branchenmix passe, sondern vor allem zu ihr selbst, da sie das Haus damals mit ihrer Familie erworben hatte und darin wohnen bleibe. „Wir haben jemanden gefunden, der genau unseren Vorstellungen entspricht und hier ein schönes, innovatives, tolles und einzigartiges Konzept realisiert“, freut sich die Inhaberin. Was genau in den Räumen entstehen wird, will Peter-Mosmann nicht sagen, sie verrät jedoch, dass es kein Modegeschäft mehr sein wird.
„Es war eine wunderbare Zeit, die wir hier an diesem Standort genossen haben, genauso wie unsere Gäste“, erzählte Peter-Mosmann. Nun freut sie sich aber auch auf die Zukunft. „Man hat privat einfach ein bisschen mehr Spielraum. Ich kann meinen Partner in Dortmund besuchen und meine Enkel in München. Das ist halt für mich eine Herzensangelegenheit“, erzählte die 70-Jährige. Sie bedanke sich von Herzen bei allen Mitarbeitern, die sie auch zum Teil 40 Jahre unterstützt haben und ist dankbar für die schöne Zeit: „Ich bin auch sehr dankbar, dass es jetzt ein so tolles Ende ist und ich freue mich auf alles, was kommt.“
Wann genau der Laden schließt weiß die Inhaberin noch nicht, denn es komme ganz darauf an, wie schnell sich die Ware abverkaufe. Erst dann werde sie die Räumlichkeiten dem Mieter übergeben. Bis dahin haben alle noch die Möglichkeit, Mode zu erwerben und sich Rabatte zu sichern.
Nach unseren Informationen könnte es in den Räumen künftig eine weitere neue Gastronomie geben.
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