Mit einem symbolischen Regenschirm verabschiedete Grümel-Geschäftsführerin Jutta Dehler die Absolventinnen und Absolventen. Der Schirm stand dabei sinnbildlich für den Weg durch die Ausbildungszeit. „Er schützt nicht vor Regen und verhindert auch keinen Gegenwind“, sagte Dehler: „Aber ihr habt gelernt, auch dann weiterzugehen, wenn es mal schwieriger wurde.“ Die jungen Fachkräfte hätten Rückschläge gemeistert, seien gewachsen und könnten nun selbstbewusst in die Zukunft blicken. „Euer Abschluss ist mehr als ein Zeugnis. Er ist euer Weg, den ihr gegangen seid – mit Ehrgeiz, Mut und Zuversicht.“ Den symbolischen Grümel-Schirm würden sie künftig kaum noch benötigen. „Das Wichtigste ist, dass ihr euch selbst vertraut und die Erfahrungen mitnehmt, die ihr hier gesammelt habt.“ Gleichzeitig dankte sie dem gesamten Grümel-Team, den Lehrkräften und allen Förderern. Mit dem aktuellen Jahrgang habe Grümel inzwischen 682 Absolventinnen und Absolventen erfolgreich zum Berufsabschluss begleitet.
Katharina Henkel, Amtsleiterin der Agentur für Arbeit Fulda-Bad Hersfeld, verglich die Absolventinnen und Absolventen mit Superhelden. „Die wichtigsten Superkräfte gibt es nicht nur im Film“, sagte sie. Wer lerne, durchhalte und auch nach Fehlern wieder aufstehe, bringe genau die Fähigkeiten mit, die in der heutigen Arbeitswelt gefragt seien. „Nehmen Sie Ihren Mut, Ihre Ausdauer und Ihre Neugier mit. Dann bin ich sicher, dass Sie Ihren Weg erfolgreich gehen werden.“ Gleichzeitig dankte sie den Ausbildern, Lehrkräften sowie den Familien und Freunden, die die jungen Menschen während ihrer Ausbildung unterstützt hätten.
Auch Denise Otto, Beraterin für kaufmännische Ausbildung der IHK Fulda, gratulierte den Absolventinnen und Absolventen. Sie hob die Vielfalt der Ausbildungsberufe hervor und betonte deren Bedeutung für die Region. Für den weiteren Berufsweg fand sie ein anschauliches Bild: „Ihre Ausbildung ist das Fundament für Ihr berufliches Leben.“ Darauf könne nun Schritt für Schritt aufgebaut werden – durch Berufserfahrung, Weiterbildungen oder ein Studium. Aus eigener Erfahrung berichtete sie von ihrem späteren Studium neben Beruf und Familie. „Das war nicht immer einfach, aber es war die beste Entscheidung meines Lebens.“ Ihr Rat lautete deshalb: „Bleiben Sie mutig, bleiben Sie neugierig und gehen Sie Ihren Weg Schritt für Schritt weiter.“
Verena Malkmus, Sachgebietsleiterin Eingliederung beim Kommunalen Kreisjobcenter Fulda, verglich die Ausbildungszeit mit einem Puzzle. „Nicht jeder beginnt mit demselben Puzzle“, erläuterte sie. Manche müssten sich jedes einzelne Teil hart erarbeiten. Umso größer sei die Leistung der Absolventinnen und Absolventen. „Heute könnt ihr auf euer fertiges Bild schauen. Darauf könnt ihr stolz sein – und wir sind es auch.“ Gleichzeitig beginne nun bereits das nächste Puzzle ihres Lebens: „Die Arbeitswelt braucht engagierte und gut ausgebildete Fachkräfte. Ihr bringt genau das mit, was gebraucht wird“, so Malkmus abschließend.
Stellvertretend für die Berufsschulen sprach Henning Ahrens von der Konrad-Zuse-Schule in Hünfeld. Er erinnerte an die inzwischen rund 25-jährige Zusammenarbeit mit Grümel im Bereich der theoriereduzierten Ausbildungen. „Es braucht mehr Zeit, mehr Gespräche und mehr individuelle Lösungen“, betonte Ahrens mit Blick auf die Ausbildung von Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf. Gerade diese intensive Begleitung mache den Erfolg der Absolventinnen und Absolventen aus. Persönlich wurde es zum Ende seiner Rede: Nach 27 Jahren im Schuldienst war die diesjährige Abschlussfeier zugleich seine letzte bei Grümel. „Es ist für mich heute nicht nur ein Grußwort, sondern auch ein Abschied.“ Gleichzeitig zeigte er sich überzeugt, dass die Ausbildung auch künftig in guten Händen liege.
Nach der Übergabe der Zeugnisse nahmen die 23 Absolventinnen und Absolventen neben ihren Abschlüssen auch kleine Präsente entgegen. Für viele beginnt nun direkt der Einstieg ins Berufsleben, andere wollen sich weiterqualifizieren oder ein Studium aufnehmen. Gemeinsam war allen Gästen die Überzeugung: Mit dem während der Ausbildung gelegten Fundament und dem nötigen Selbstvertrauen stehen den Nachwuchskräften viele Wege offen.
