Gemeinsam sollen neue Perspektiven für die Zusammenarbeit der demokratischen Parteien in der Stadtverordnetenversammlung entwickelt werden. „Parteien haben unterschiedliche Programme und Schwerpunkte. Das ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Demokratie. Gleichzeitig gibt es sehr viele Themen, bei denen uns mehr verbindet als uns trennt. Ich bin überzeugt, dass wir diese Schnittmengen stärker nutzen sollten, um unsere Stadt gemeinsam voranzubringen“, sagt Anna Kleespies, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Volt-Fraktion in der Stadt Fulda.
Die beiden Gesprächsformate knüpfen an Perspektiven an, die im Stadtparlament bislang vergleichsweise wenig vertreten seien. Dies betreffe insbesondere jüngere Stadtverordnete und Frauen. Während rund 54 Prozent der Fuldaer Bevölkerung jünger als 45 Jahre seien, gehörten nur 15 der 59 Stadtverordneten – und damit 25,5 Prozent – dieser Altersgruppe an. Frauen stellten rund 50,5 Prozent der Bevölkerung, seien aber mit 22 Mitgliedern und damit 37 Prozent in der Stadtverordnetenversammlung vertreten.
Die Volt-Fraktion sieht darin einen Unterschied zwischen Bevölkerungsanteil und parlamentarischer Vertretung. Der gezielte Austausch solle jüngere Stadtverordnete und Frauen parteiübergreifend zusammenbringen. Dabei bestehe die Möglichkeit, gemeinsame Herausforderungen zu diskutieren, Erfahrungen auszutauschen und sich in der politischen Arbeit gegenseitig zu stärken.
Mit der Initiative möchte die Volt-Fraktion einen offenen und konstruktiven Austausch fördern. Dabei respektiere sie unterschiedliche demokratische Überzeugungen und verfolge den Anspruch, Fulda auf Basis von Gemeinsamkeiten weiter voranzubringen.
