Nach derzeitigen Erkenntnissen befuhr ein 54-jähriger Fahrer gegen 14 Uhr mit seinem polnischen Sattelzug, der unter anderem mit Trinkpäckchen beladen war, die Bundesautobahn 5 in Richtung Kassel. Auf der Steigungsstrecke zwischen der Anschlussstelle Alsfeld-Ost und dem Rasthof Rimberg kam es nach Angaben der Polizei aufgrund eines technischen Defekts im Bereich der Bremsanlage des Aufliegers zu dem Brand.
Dem Fahrer gelang es noch, den Sattelzug auf den Verzögerungsstreifen der Rastanlage Rimberg zu lenken. Dort koppelte er die Zugmaschine vom Auflieger ab und brachte sich rechtzeitig und unverletzt in Sicherheit. Kurz darauf stand der Heckbereich des Aufliegers in Vollbrand.
Bereits auf der Anfahrt war die Feuerwehr darüber informiert worden, dass der abgekuppelte Auflieger in Vollbrand steht. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte hatte das Feuer bereits etwa die Hälfte des Aufliegers erfasst. Der Lkw war mit Stückgut beladen, darunter Getränkepäckchen, Deosprays und Duschmittel.
„Wir sind mit zwei Trupps und zwei Rohren zur Brandbekämpfung vorgegangen und konnten das Feuer schnell eindämmen“, erklärte Stadtbrandinspektor Daniel Schäfer von der Feuerwehr der Stadt Alsfeld. Zur Sicherstellung der Wasserversorgung wurde zusätzlich die Feuerwehr Kirchheim mit einem wasserführenden Fahrzeug sowie einem Abrollbehälter mit 10.000 Litern Wasser alarmiert. Auch Schaum kam zum Einsatz.
Insgesamt waren rund 36 Einsatzkräfte der Feuerwehr Alsfeld aus der Kernstadt sowie aus dem Stadtteil Lingelbach im Einsatz. Die Feuerwehr Kirchheim unterstützte mit weiteren Kräften und Fahrzeugen. Ein Feuerwehrmann wurde durch platzende Reifen leicht verletzt und erlitt ein Knalltrauma, konnte jedoch ambulant behandelt werden und blieb im Einsatz.
Für die Dauer der Löscharbeiten musste die A5 in Fahrtrichtung Kassel für rund 40 Minuten voll gesperrt werden. Anschließend wurde der Verkehr einspurig an der Einsatzstelle vorbeigeführt.
Der Sachschaden am Auflieger wird auf rund 30.000 Euro geschätzt. Zur Höhe des Schadens an der Ladung liegen derzeit noch keine gesicherten Erkenntnisse vor. Durch die starke Hitzeentwicklung wurde zudem die Fahrbahndecke beschädigt. Das genaue Ausmaß soll nach Abschluss der Bergungsarbeiten durch die Autobahnmeisterei festgestellt werden.
Die Bergungsarbeiten dauern derzeit an und werden voraussichtlich bis in die Abendstunden andauern.
