Nach derzeitigen Erkenntnissen sollen die Tatverdächtigen über kostenpflichtige Telefon-Erotik-Dienste Einnahmen erzielt haben, ohne die Nutzer ausreichend und transparent über entstehende Kosten zu informieren. Im weiteren Verlauf stellten sie unberechtigte Forderungen über eigens – teils im Ausland – eingerichtete Firmenkonstruktionen, die auch mittels Inkassoschreiben geltend gemacht wurden, um die Betroffenen zur Zahlung zu bewegen. Im Rahmen der Durchsuchungsmaßnahmen stellten die Beamtinnen und Beamten an den Wohnanschriften in Fulda und Schlitz umfangreiche Beweismaterialien sicher. Dabei handelt es sich unter anderem um mehrere PCs und Laptops, Handys, Datenträger und eine Vielzahl an Briefen und Dokumenten. Außerdem nahmen die Einsatzkräfte zwei Tatverdächtige im Alter von 55 und 58 Jahren fest, welche nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen wurden. Ein weiterer Tatverdächtiger ist im Laufe des Ermittlungsverfahrens verstorben. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Fulda und des Polizeipräsidiums Osthessen dauern an.
