„Investitionen in unsere Schulen sind Investitionen in die Zukunft unseres Landkreises“, sagt Landrat und Schuldezernent Torsten Warnecke. Ziel sei es, sichere und moderne Lernorte zu schaffen. Die Maßnahmen würden unter anderem die Barrierefreiheit verbessern, die Energieeffizienz erhöhen und zeitgemäße Unterrichtsräume schaffen. Aufgrund der noch ausstehenden Haushaltsgenehmigung durch das Regierungspräsidium Kassel können neu angemeldete Maßnahmen des Haushalts 2026 derzeit noch nicht umgesetzt werden. Aktuell laufen daher vor allem bereits begonnene Großprojekte sowie durch Fördermittel von Bund und Land finanzierte oder zwingend notwendige Arbeiten.
Zu den größten Projekten gehört der Neubau der Turnhalle der Friedrich-Fröbel-Schule in Bad Hersfeld. Die alte Halle wird derzeit abgerissen, für den Neubau stehen in diesem Jahr knapp 1,6 Millionen Euro zur Verfügung. Auch an der Herzbergschule in Breitenbach am Herzberg wird die Turnhalle umfassend saniert. Dafür sind rund 720.000 Euro eingeplant.
Das größte laufende Schulsanierungsprojekt ist die energetische und bauliche Sanierung der Gesamtschule Obersberg in Bad Hersfeld. Dafür investiert der Landkreis in diesem Jahr rund 5,5 Millionen Euro. Aktuell laufen unter anderem Fassadenrückbau und Entkernungsarbeiten.
Auch die Waldhessenhalle wird energetisch saniert. Dafür stehen 2026 rund 1,8 Millionen Euro zur Verfügung. Weitere 1,8 Millionen Euro fließen in die Sanierung der Gas- und Wasserzuleitungen der Obersbergschulen sowie den Bau einer Trennstation.
Darüber hinaus werden an mehreren Schulen Brandmeldeanlagen erneuert. Betroffen sind unter anderem die Obersbergschulen, die Eichendorff-Schule Cornberg und die Albert-Schweitzer-Schule Rotenburg. Dafür investiert der Landkreis rund 860.000 Euro. An den Obersbergschulen wird zudem eine Gebäudefunkanlage installiert, damit Feuerwehr und Rettungsdienste auch innerhalb des Gebäudes zuverlässig kommunizieren können.
Weitere Maßnahmen umfassen unter anderem die Erneuerung von Heizkörpern an der Brüder-Grimm-Grundschule Bebra und der Kolibrischule in Asbach (100.000 Euro), den Austausch der Lüftungsanlage an der Großsporthalle Niederaula (250.000 Euro), die Asphaltierung des Schulhofs der Beruflichen Schulen Bad Hersfeld am Standort Heimboldshausen (100.000 Euro) sowie den Anbau für die Betreuung an der Grundschule „An der Sommerseite“ in Bad Hersfeld (eine Million Euro).
„Die Schulferien sind für uns die wichtigste Bauzeit des Jahres“, erklärt Anja Csenar, Fachdienstleiterin Schulen und Gebäude. Viele Arbeiten könnten nur in dieser Zeit umgesetzt werden, ohne den Unterricht zu beeinträchtigen. Durch langfristige Planung und enge Abstimmung mit den Schulen solle sichergestellt werden, dass Schülerinnen und Schüler nach den Ferien in einer modernen und sicheren Umgebung starten können.
