Die digitale Arbeitswelt verändert sich rasant. Schule und Ausbildung könnten junge Menschen nur begrenzt auf Themen wie künstliche Intelligenz, Fake News oder digitale Selbstbestimmung vorbereiten. Als Ergänzung wurde vom Kolpingwerk Diözesanverband Fulda das Projekt „Next Gen Digital“ entwickelt. „Als Kolping verbinden wir Bildung mit gesellschaftlicher Verantwortung. Mit dem pings Azubikampus begleiten wir junge Menschen bereits heute auf ihrem Weg ins Berufsleben“, erzählte Geschäftsführer Thomas Vogler und fügte hinzu: „‚Next Gen Digital‘ ist für uns der nächste konsequente Schritt: Wir möchten digitale Zukunftskompetenzen dort vermitteln, wo sie unmittelbar gebraucht werden – bei jungen Menschen im Alltag, in Ausbildung und in den Unternehmen, in denen sie ihre berufliche Zukunft gestalten. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit starken Partnern ein dauerhaftes Qualifizierungsangebot zu entwickeln, das die Region nachhaltig stärkt.“
Das Projekt richtet sich insbesondere an Auszubildende und junge Erwachsene im Alter von 15 bis 27 Jahre und ist außerschulisch und ausbildungsbegleitend. „Im Rahmen der Möglichkeiten, die wir Ressourcen-seitig haben, unterstützen wir natürlich solche Azubikampi – das ist die Zukunft, das ist toll“, sagte die Ministerin. In acht bis neun Veranstaltungen innerhalb eines Jahres erwerben die Teilnehmenden praxisnah Kompetenzen, die in Alltag, Ausbildung und Beruf zunehmend gefragt seien: Von Medienkompetenz und Datenschutz über den Umgang mit Social Media bis hin zur Einordnung von Fake News und dem verantwortungsvollen Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Vogler strebt an, dass die Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit der Teilnahme auch ein Zertifikat erlangen. „Wir möchten, dass der Azubi noch eine zusätzliche Qualifikation hat“, erklärte er.
Bei dem Termin kam auch das gerade erst in Frankreich beschlossene Social-Media-Verbot für Personen unter 15 Jahren zur Sprache. Auch in Deutschland sei solch ein Entwurf vorgelegt worden, wie Hofmann berichtet. „Da gibt es Handlungsbedarf und mit Ihrem Projekt, das wir mit über 15.000 Euro fördern dürfen, sind Sie am Puls der Zeit“, sagte Hofmann. Im Anschluss informierte sich die Ministerin bei einem Rundgang durch das Haus über die Arbeit vor Ort. Auch Landtagsabgeordneter Thomas Hering und Brigitte Kram, Vorsitzende des Kolping-Diözesanverbands Fulda, waren mit dabei.
