Horst Brandner ist zur SGA zurückgekehrt und hat die Aufgabe bekommen, den Neuanfang zu moderieren: Nach dem Rückzug aus der Gruppenliga trat Brandner die Mission an, „aus den Spielern, die zur Verfügung stehen, eine neue Mannschaft zu formen“ – wohlwissend, „dass das nicht von heute auf morgen geht“.
Ende Mai verlor Aulatal mit 1:8 in Sickels und verabschiedete sich von der Gruppenliga-Bühne, das erste Spiel nach dem großen Umbruch war dann noch etwas holprig: Im Pokal beim B-Ligisten VfL Mansbach mühte sich das Team im Elfmeterschießen weiter. Es folgte das Testspiel gegen Kreisoberligist SG Neuenstein (0:2), in dem Brandner schon gute Ansätze sah. Das Pokal-Viertelfinale bei Haselgrund/Breitenbach (5:3) zeigte dem Coach zuletzt, dass die Mannschaft zusammenwachse, obwohl ein paar Urlauber noch fehlten. „Es ist ein Kommen und Gehen“, schildert der Trainer zur Personallage. Jüngst wurde der Test gegen die JFV-A-Jugend abgesagt, die SGA nutzte die Zeit stattdessen für ein Abschlusstraining vor dem kurzfristig angesetzten Halbfinale im Kreispokal. Und während die KOL-Vertreter Hönebach und Weiterode kommenden Mittwoch die Klingen kreuzen, habe die SGA „Losglück“ gehabt, formuliert Brandner vorsichtig: Ein Heimspiel gegen Eintracht Solz wurde es, das in der A-Liga Nord unterwegs ist und einen Coup in Philippsthal in der Runde zuvor feierte. „Ich habe den Jungs ganz klar gesagt: Oberstes Ziel muss jetzt sein, das Finale zu erreichen“, so Brandner.
In der A-Liga Mitte hat Aulatal zunächst spielfrei, doch auch die SG Landenhausen spielt am 2. August noch nicht – beide treffen aber planmäßig am 7. August aufeinander. Dieses Freitagsspiel könnte nun vorgezogen werden, sodass keine Lücke entsteht. Allerdings möchte Brandner erst im Kader nachhören, ob genügend Personal da wäre. Für die anstehende Saison, in die die SG Aulatal völlig neuformiert startet, steht das Ziel auch schon fest: „Wir wollen es absolut vermeiden, in einen Abwärtsstrudel zu kommen. Erstmal müssen wir uns festigen und wollen uns dann irgendwo im oberen Mittelfeld wiederfinden – danach schauen wir, was vielleicht noch machbar ist“, sagt Horst Brandner.
