„Die Favoritenrolle ist natürlich klar verteilt, wir wissen um die Schwere der Aufgabe“, sagt Schwebens Coach Andreas Weigand vor dem Aufeinandertreffen mit dem SV Neuhof: „Aber wir freuen uns darauf und sehen das als absoluten Härtetest vor dem Saisonauftakt.“ Diesen bestreitet der amtierende Meister der A-Liga Süd bereits am kommenden Freitagabend zuhause gegen die SG Grimmstadt – und der hat für Weigand und Co. auch oberste Priorität: „Die Partie gegen Grimmstadt ist natürlich wichtiger. Aber es ist ein Derby, und wir werden alles versuchen, um Neuhof Paroli zu bieten.“ Natürlich sei auch entscheidend, mit welcher Mannschaft die Neuhofer in Schweben aufschlagen werden – in den Testspielen in der Vorbereitung habe der SVN jedoch überzeugt, betont Weigand: „Da waren gute Ergebnisse dabei. Und man darf auch nicht außer Acht lassen, dass die Mannschaft fast in die Verbandsliga aufgestiegen wäre. Aber wir nehmen das an und wollen uns auch nicht hinten reinstellen. Wir wollen unseren Fußball spielen und ich bin da auch sehr zuversichtlich, dass die Jungs das gut hinbekommen werden.“ Verzichten muss Weigand jedoch auf drei nominelle Stammspieler: Beim Blitzturnier am Sonntag zog sich Carsten Stey eine Platzwunde zu und musste im Krankenhaus behandelt werden, darüber hinaus fehlen Maurice Jäckel und Hannes Schwarz arbeits- beziehungsweise urlaubsbedingt. „Wir haben da schon drauf geachtet, die Jungs, die gegen Neuhof spielen sollen, beim Blitzturnier größtenteils draußen zu lassen“, erläutert Weigand, der das Pokalspiel auch dafür nutzen will, um sich vor dem Auftakt noch einmal die letzten Eindrücke zu verschaffen: „Das ist eine gute Gelegenheit, um nochmal zu schauen, wer am Freitag in den Kader reinrutschen könnte.“
Wie der SVS bekommt es auch die SG Reulbach/Brand im zweiten Abendspiel mit einem Gruppenligisten zu tun: Um 19 Uhr ist die TSG Lütter zu Gast in der Rhön – und die Vorzeichen sind ähnlich: Auch die SGRB legt den Fokus klar auf die Liga, am Sonntag gastiert die Elf von Trainer Cyrus Saradj beim Türkischen SV. „Ich sehe das als weiteres Vorbereitungsspiel für uns gegen einen sehr guten Gegner“, macht der Coach der Rhöner deutlich: „Die Liga ist das A und O. Der Pokal ist eine schöne Sache, natürlich würden wir auch gerne weiterkommen – aber Lütter ist Favorit und eine Niederlage wäre absolut kein Beinbruch. Wichtig ist, dass sich niemand verletzt – das sieht sicherlich auch die TSG so.“ Kampflos geschlagen gibt sich die Spielgemeinschaft aber natürlich nicht, vielmehr nimmt Saradj sein Team vor dem Saisonauftakt nochmal in die Pflicht: „Wir wollen versuchen, die Dinge, die wir uns in der Vorbereitung erarbeitet haben, auf dem Platz umzusetzen. Es waren viele Spiele, aber die Jungs haben in der kurzen Sommerpause auch nicht viel verloren. Die Grundlagen waren da, taktisch geht es jetzt noch um ein paar Feinheiten – und da kommt uns so ein Pokalspiel sehr gelegen.“
