Mit großer Freude nahmen die Mitarbeiterinnen des Burgmuseums sowie Bürgermeister Heiko Siemon das Kunstwerk im Rahmen einer feierlichen Übergabe entgegen. Das Werk bereichert künftig die Sammlung des Museums und soll die Geschichte der Stadt und ihrer Menschen mit zeitgenössischer Kunst verbinden.
Jens Rausch, der nach einer erfolgreichen Zeit in Hamburg vor zwei Jahren in seine Heimat, das Schlitzerland, zurückkehrte, zählt heute zu den renommiertesten Positionen der zeitgenössischen Kunst. Mit einer viel beachteten Einzelausstellung eröffnete er damals die Burgengalerie im Hahnekiez und knüpfte damit bewusst an seine Schlitzer Wurzeln an.
Seine Arbeiten entstehen häufig aus außergewöhnlichen Materialien. Asche, Erden, Kalk und weitere natürliche Werkstoffe verarbeitet Rausch zu eindrucksvollen Bildwelten, die natürliche Prozesse sichtbar machen. Besonders seine Wald- und Forstarbeiten gelten als charakteristisch für sein künstlerisches Schaffen.
Für das Burgmuseum wählte der Künstler bewusst ein Werk aus dieser Serie aus. Es steht in besonderer Weise für seine Verbundenheit mit Schlitz: Die Asche, aus der seine Wälder entstehen, stammt vielfach von Schlitzer Bürgerinnen und Bürgern, die diese für ihn sammeln und zur Verfügung stellen. Als Bildträger nutzt Rausch traditionell hochwertiges Schlitzer Leinen. So verbinden sich regionale Materialien, gemeinschaftliches Engagement und künstlerische Arbeit zu einem besonderen Werk.
„Mit dieser Schenkung möchte ich etwas Bleibendes an alle Schlitzerinnen und Schlitzer zurückgeben und meinen Dank für den außergewöhnlichen Zusammenhalt ausdrücken, den ich in Schlitz immer wieder erlebe“, sagt Jens Rausch.
Auch im Burgmuseum wird die Schenkung als besondere Bereicherung gesehen. „Ein Werk von Jens Rausch dauerhaft in unserer Sammlung zu wissen, erfüllt uns mit großer Freude“, erklären die Mitarbeiterinnen des Museums. Es verbinde zeitgenössische Kunst mit der Geschichte der Stadt und erzähle zugleich von den Menschen, die die Region prägen.
Bürgermeister Heiko Siemon betont die Bedeutung des Kunstwerks für die Zukunft des Museums: „Erstmalig wird das Museum ein aktuelles Gemälde ausstellen. Wir freuen uns, dass ein Schlitzer Künstler seine Gegenwart verewigt hat und in weiteren 100 Jahren, zum 200. Geburtstag, die Bürger und Besucher auf die jetzige Zeit schauen können.“
Bevor das Werk seinen dauerhaften Platz im Burgmuseum erhält, wird es zunächst als Leihgabe Teil der Ausstellung „NATUR. STRUKTUR. SPUR“ auf Schloss Fasanerie. Anfang August präsentiert Jens Rausch dort seine neuesten Arbeiten und stellt Natur, Material und künstlerische Spurensuche in den Mittelpunkt.
Nach Abschluss der Ausstellung kehrt das Werk Mitte Oktober nach Schlitz zurück und wird künftig dauerhaft im Burgmuseum zu sehen sein.
