„Die teils extrem hohen Temperaturen haben sich in unserer Zentralen Notaufnahme deutlich bemerkbar gemacht“, berichtet Viktoria Schmitt, zuständig für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda: „Im Vergleich zu normalen Wetterlagen hat sich die Zahl der hitzebedingten Fälle etwa verdreifacht.“ Zwischen zehn und 20 Patienten mit Beschwerden, die direkt oder indirekt auf die hohen Temperaturen zurückzuführen waren, wurden dort täglich behandelt. Hitzebedingte Beschwerden sind vielfältig. Von Hitzeerschöpfung, Hitzschlag und starker Dehydrierung über Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Fieber und Herz-Kreislaufstörungen bis hin zu Bewusstseinsstörungen, Ohnmachtsanfällen und Bewusstlosigkeit könne viel darunter fallen. „Vereinzelt traten auch Fälle mit neurologischen Ausfallerscheinungen bis hin zu Krampfanfällen auf“, so Schmitt. Besonders häufig seien ältere Menschen und Patienten mit Vorerkrankungen behandelt worden. Aber auch jüngere Personen gehörten zu den Patienten, etwa im Zusammenhang mit Alkoholkonsum oder körperlicher Arbeit im Freien, zum Beispiel im Handwerk. „Kinder machten aktuell keinen auffälligen Anteil der hitzebedingten Notfälle aus“, so Schmitt.
Im Krankenhaus würden bei anhaltend hohen Temperaturen besondere Maßnahmen zum Schutz der Patienten und Mitarbeitenden ergriffen. Zentrale Funktionsbereiche im Krankenhaus seien klimatisiert, berichtet Schmitt. „In besonders wärmebelasteten Gebäudeteilen wird außerdem ab einer bestimmten Außentemperatur die zentrale Zuluft für das gesamte Krankenhaus heruntergekühlt“, teilt Schmitt mit und fügte hinzu: „Sonnenschutzfolien an den Fenstern sowie ein gezieltes Lüftungskonzept zur Durchlüftung in den frühen Morgenstunden unterstützen zudem ein möglichst angenehmes Raumklima.“ Gleichzeitig werde auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr bei Patienten sowie Mitarbeitenden geachtet. So würden leichte Speisen aus der Küche sowie Erfrischungen wie Eis, Eistee und wasserhaltiges Obst für Entlastung an heißen Tagen sorgen. „Viele Tätigkeiten sind körperlich anspruchsvoll und finden teils in Räumen statt, die nicht vollständig klimatisiert werden können“, erzählt Schmitt. Daher werde den Mitarbeitenden grundsätzlich kostenfreies Mineralwasser, Wassereis und Eistee zur Verfügung gestellt. „Wir bedanken uns bei allen Mitarbeitenden, die auch unter den besonderen Bedingungen der Hitze täglich großen Einsatz in der Patientenversorgung zeigen und hervorragende Arbeit leisten“, sagte Schmitt abschließend.
