Parallel zum Anruf bei der echten Polizei hielt die Dame das Gespräch mit den Betrügern und vereinbarte in Absprache mit der Kriminalpolizei eine fingierte Geldübergabe an ihrer Wohnanschrift. Durch umgehend alarmierte und hinzugezogene zivile Einsatzkräfte, konnte eine 26-Jährige deutsche Staatsbürgerin aus dem Landkreis Minden-Lübbecke festgenommen werden. Zwecks der Durchführung weiterer polizeilicher Maßnahmen brachten die Beamten die junge Dame auf die Polizeistation Fulda und führten sie dem dortigen Polizeigewahrsam zu. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Fulda wurde die 26-Jährige nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen am Dienstagmorgen aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Die weiteren Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an.
Die Polizei warnt:
„Trickbetrug ist vielfältig.
Seien Sie misstrauisch, wenn sich jemand am Telefon nicht selbst mit Namen vorstellt oder als Polizeibeamter beziehungsweise Person der Justiz ausgibt, den Sie als solchen nicht erkennen.
Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald Ihr Gesprächspartner Geld von Ihnen fordert.
Rufen Sie die Polizei an.
Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an Ihnen unbekannte Personen.
Informierten Sie Angehörige, Verwandte und Bekannte über die aktuelle Anrufwelle.
Die Täter passen ihr Vorgehen an Ängste der potenziellen Opfer an, wodurch sie deren höchstpersönlichen Lebensbereich tangieren. Anhaltende Telefonate mit den Tätern während der Betrugshandlung verhindern den Kontakt mit nahestehenden Personen. Hierdurch wird der Betrugsirrtum aufrecht erhalten und Opfer sind bereit hohe Wertbeträge zu zahlen. Folgen, wie Rückzug aus der Gesellschaft und Schamgefühl bieten Trickbetrügern eine Plattform. Sprechen Sie offen über das Geschehene, jeder kann Opfer werden. Scheuen Sie sich nicht die Polizei beim Verdacht eines Betrugs zu informieren. Informationen zum Trickbetrug finden Sie auf der Internetseite https://ppoh.polizei.hessen.de/Ueber-uns/Regionales/Regional-Informiert/.“
