Aus einem Auszug der entsprechenden Insolvenzbekanntmachung vom 10. Juli dieses Jahres geht hervor, dass Rechtsanwalt Thore Voß (BBORS Kreuznacht Rechtsanwälte) zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt wurde. Der Beschluss stammt vom 9. Juli 2026.
Für eine Nachfrage war Voß für unsere Redaktion am Montag zunächst nicht erreichbar, inzwischen äußerte er sich gegenüber der Osthessen-Zeitung zum weiteren Vorgehen. Die Anordnung der vorläufigen Verwaltung sei „eine völlig normale Maßnahme bei einem Fortführungsverfahren“. Nun gehe es darum, das Unternehmen genau zu betrachten, mögliche Krisenherde zu analysieren und anschließend ein Sanierungskonzept zu erarbeiten.
„Wir schauen uns an, wie man das Unternehmen sanieren kann und wie es neu aufgebaut werden kann“, erklärt Voß. Der gesamte Gastronomiebetrieb werde weiterhin aufrechterhalten. Gerade aufgrund der Saisonabhängigkeit der Gastronomie sei es wichtig, den Betrieb fortzuführen. Bereits in der vergangenen Woche habe es vor Ort einen Termin mit Geschäftsführer Müller gegeben, bei dem eine Betriebsführung stattgefunden habe.
Auch der weitere Ablauf sei bereits im Blick. „Irgendwann wird das Insolvenzverfahren eröffnet und dann geht es los“, sagt Voß mit Blick auf das Verfahren. Der entsprechende Termin werde voraussichtlich Ende August oder Anfang September stattfinden. Auch danach könne das Unternehmen ganz normal weitergeführt werden. „Das bedeutet nicht die Einstellung des Betriebes – ganz im Gegenteil. Wir erarbeiten Möglichkeiten, wie es weitergehen kann.“
Geschäftsführer Karl-Gustav Müller bestätigte gegenüber der Osthessen-Zeitung, dass der Betrieb weiterhin ohne Einschränkungen laufe. „Wir planen bereits den Winter, Mitarbeiter sind am Start, es gibt keine Einschränkungen“, beschreibt Müller die aktuelle Situation. Im Hintergrund stehe die geplante Sanierung, das Geschäft sei zunächst gesichert.
Die Nachricht über das Verfahren sei für ihn und seine Mitarbeiter dennoch nicht einfach gewesen. „Ich bin nicht glücklich darüber, aber ich bin mir sicher, dass wir eine positive Lösung für alle Beteiligten finden“, sagt Müller. Er blicke nach vorne und betont: „Wir glauben an das Positive und schauen voller Kraft in die Zukunft.“ Müller hatte bereits zuvor erklärt: „Der Betrieb läuft normal weiter – wie für die Kunden gewohnt und zu den bekannten Öffnungszeiten.“
