Lokales FD 11.07.2026

Einzige Heimvolkshochschule Hessens: Grüne besuchen Fürsteneck

Eiterfeld (pm/pf) – Zwischen Fachwerk, Burgmauern und weitem Blick ins Fuldaer Land liegt Hessens einzige Heimvolkshochschule, Burg Fürsteneck – und die hat einiges zu bieten: Von der Erwachsenenweiterbildung bis hin zur Begabtenförderung für Schülerinnen und Schüler in den Sommerferien deckt die Akademie ein außergewöhnlich breites Bildungsspektrum ab. Akademieleiter Hartmut Piekatz führte die grünen Landtagsabgeordneten Kaya Kinkel und Daniel May sowie weitere grüne Vertreterinnen und Vertreter, unter anderem aus der Kreistagsfraktion, über die Burg und stellte das vielfältige Programm vor. Zuletzt fand die Hessische Schülerakademie statt. Das wiederkehrende Angebot der außerschulischen Begabtenförderung in den Sommerferien ist interdisziplinär ausgerichtet.

Von links: Margareta Braun, Joachim Nophut, D. Ries, Hartmut Piekatz, Kaya Kinkel, Daniel May, Kerstin Wingenfeld. Foto: Grüne

 

Landesförderung für Neubauten, neuer Lehrpfad ab 2026

Für 2025 erhielt die Akademie eine Landesförderung von über 5,6 Millionen Euro für den Neubau eines Ateliers und eines Gästehauses. „Uns Grünen liegen unsere Weiterbildungsorte sehr am Herzen. Noch während der schwarz-grüner Regierungszeit wurde entschieden, dass der Anbau entstehen kann“, so Daniel May, bildungspolitischer Sprecher der Fraktion und zuständig für den Landkreis Fulda.

Neben dem künftigen Neubau wurde 2026 auch ein neuer Lehrpfad eingerichtet: Eine Streuobstwiese auf dem Akademiegelände soll zu einem Lernort für alle werden und die Öffnung der Burg nach außen weiter stärken.

Seit 1953: Zentrale Säule der hessischen Erwachsenenbildung

Seit 1953 bietet die Akademie Burg Fürsteneck ein breites Kursangebot zur beruflichen Weiterbildung sowie zur musisch-kulturellen und politisch-gesellschaftlichen Bildung an. „Unser Ziel ist es, ein lebenslanges und ganzheitliches Lernen zu ermöglichen. Viele unserer Gäste schätzen dabei besonders das gemeinsame Lernen in dieser traumhaften Umgebung und Kulisse – das macht die Burg zu einem ganz besonderen Ort“, so Hartmut Piekatz.

Als Einrichtung in öffentlicher Trägerschaft gilt sie als eine zentrale Säule der hessischen Erwachsenenbildung. Das Programm ruht auf drei Hauptsäulen: Kulturelle Bildung, berufliche Weiterbildung sowie gesellschaftspolitische Weiterbildung. Letzteres setzt einen Schwerpunkt auf die Demokratieförderung.

Kaya Kinkel, grüne Landtagsabgeordnete, zeigte sich beeindruckt vom Standort im ländlichen Raum: „Ein solcher Ort im ländlichen Raum ist etwas ganz Besonderes. Auch dass hier Demokratieförderung angeboten wird, freut mich – denn gerade in Zeiten wie diesen brauchen wir diese mehr denn je.“

ÖPNV-Anbindung

Zudem wurde die schlechte Anbindung der Burg an den ÖPNV bemängelt.  Über das Jahr hinweg sind nationale und internationale Gäste auf der Burg. Diese reisen fast immer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln Bus und Bahn an. Da Eiterfeld und damit auch die Burg Fürsteneck insbesondere an Wochenenden sowie an An- und Abreisetagen nur unzureichend an den öffentlichen Nahverkehr angebunden ist, müssen Reisende häufig auf alternative Transportmöglichkeiten ausweichen. „Für uns Grüne ist es wichtig, dass Menschen im ländlichen Raum gut an den ÖPNV angebunden sind und so auch mit Bus und Bahn anreisen können. Deshalb setzen wir Grüne uns weiter für einen Ausbau des ÖPNV ein“, so Joachim Nophut, grünes Mitglied des Kreistages.