Lokales MKK 15.07.2026

Ehemalige Synagoge wird Ort der Kultur – Gremmels in Schlüchtern

Schlüchtern (st) – Wissenschafts- und Kunstminister Timon Gremmels war am Dienstag im Rahmen seiner Sommertour zu Besuch in der ehemaligen Synagoge in Schlüchtern. Diese, sowie das ehemalige Rabbinerhaus sollen umgebaut und restauriert werden, um das Ensemble als Ort der Kultur und des Zusammentreffens wieder aufleben zu lassen. Gremmels erkundigte sich dort nach dem aktuellen Stand. In zwei Jahren sollen die umgebauten Gebäude eröffnet werden.

Foto: Stephanie Trapp.

Es ist ganz besonderes Projekt im Herzen von Schlüchtern, über das sich Wissenschafts- und Kunstminister Gremmels am Dienstag informierte: Die Restaurierung der im Jahre 1898 erbauten Synagoge, die zu einem besonderen Ort des Gedenkens, des kulturellen und religiösen Austauschs und der Bildung werden soll. Dr. Peter Büttner, Vorstand des „Vereins der Freunde der Synagoge Schlüchtern“, gab dem Minister einen Einblick in die Geschichte der Synagoge und einen Überblick darüber, wie es dem Verein gelungen ist, Fördergelder einzuholen, und die Synagoge in Zukunft wieder mit Leben gefüllt werden soll.

Im Jahre 2021 wurde der Verein gegründet mit der Zielsetzung „Besinnen, Bewahren, Beleben“ und es wurde mit der Entwicklung eines Nutzungskonzepts begonnen. „Im Obergeschoss soll es eine Dauerausstellung geben“, erklärte Büttner. Im Untergeschoss werde ein Raum mit großem Monitor und Leinwand ausgestattet, sodass er sowohl von Schulklassen zum Unterricht als auch für Filmvorführungen genutzt werden kann. Auch das angrenzende Rabbinerhaus soll umgebaut und restauriert werden. Dort soll zum Beispiel im Obergeschoss ein Hostel entstehen, das für Studierende nutzbar sein soll.

Finanzielle Mittel stehen dem Verein von Land und Bund zur Verfügung. Sie belaufen sich auf insgesamt rund 7,6 Millionen Euro. Die 3,7 Millionen aus Bundesmitteln decken die Baukosten komplett ab. Im August sollen die Umbauarbeiten starten, da die Stadt Schlüchtern dann das Erbbaurecht besitzt. Im ersten Quartal 2028 soll die ehemalige Synagoge als Ort des Gedenkens eröffnet werden. „Es ist beachtenswert. Vielen Dank für Ihr Engagement und Ihre Ausdauer“, lobte Gremmels die Arbeit und fügte an: „Ich finde es sehr beeindruckend, was Sie hier auf die Beine gestellt haben.“

Minister besucht ehemalige Synagoge. Fotos: Stephanie Trapp.