„Wir suchen seit geraumer Zeit“, bestätigt Christoph Schwab, Vorstandsvorsitzender des DRK Fulda, die Pläne. Die Hauptverwaltung mit allen Geschäftsbereichen und auch die Rettungswache, die aktuell neben dem Feuerwehrmuseum angesiedelt sind, könnten umziehen. Mehrere „Lösungen“, wie es Schwab formuliert, seien in den vergangenen Jahren geprüft worden – und immer wieder auch geplatzt. „Teilweise in letzter Minute“, sagt der Vorstandsvorsitzende: „Aber dafür gab es keine Schuldigen, sondern das war eben so. Aus unterschiedlichsten Gründen“
Nun tat sich eine weitere Option auf: Es geht um das Gelände an der Weimarer Straße – dort, wo die früher die Textilfabrik Wighardt beheimatet war, wäre genug Platz, um den Anforderungen gerecht zu werden. Schwab bestätigt, dass die Stadt dem DRK diese Option angeboten habe. „Die Stadt Fulda ist auch behilflich in diesem Prozess, eine Lösung zu finden“. Eine Besichtigung hatte im vergangenen Spätherbst dort stattgefunden, mehr aber noch nicht. „Wir haben dann für das Gebäude ein Konzept erstellt, natürlich müssten dort auch erhebliche Umbauten erfolgen, innen wie außen. Die Stadt muss das prüfen“, gibt Schwab an. Beim Konzept wurde ein Architekt mit eingebunden.
Nicht nur ehemalige Fabrik-Gebäude, sondern auch die Villa nebenan hat das DRK dabei ins Auge gefasst – diese könnte als Verwaltungsgebäude dienen. Konkrete Zahlen könne der Vorstandsvorsitzende aus dem Stegreif nicht nennen, jedoch wäre die zukünftige Lösung deutlich größer, als der bisherige Standort. „Es wäre unseren Anforderungen entsprechend“, macht Schwab klar.
Aber natürlich liegen auch die Pläne, den bisherigen Standort zu erweitern, noch in der Schublade, erklärt er weiter: „Das aktuelle Gebäude müsste energetisch saniert und erweitert werden, insbesondere die Fahrzeughalle ist längst nicht mehr geeignet. Es wären etliche Maßnahmen“. Beide Varianten können schwer miteinander verglichen werden, das Kostenvolumen schätzt Schwab aber ähnlich ein. Übrigens wäre der neue Standort nur 1,2 Kilometer Luftlinie vom bisherigen entfernt. Nun warte das DRK aber auf ein Signal von der Stadt Fulda, ehe Pläne konkretisiert werden können.
