„Das Wetter passt perfekt. Letzte Woche mit den Temperaturen um die 40 Grad hätten wir uns wirklich überlegen müssen, ob wir das Camp überhaupt durchführen können“, sagt Jugendleiter Daniel Schröder. So aber herrschen ideale Bedingungen für die Teilnehmer im Alter von sieben bis 14 Jahren. Betreut werden die Kinder von einem erfahrenen Trainerteam. Neben mehreren Übungsleitern gehören auch ein spezieller Torwarttrainer sowie der langjährige Trainer-Ausbilder Rudi Stalyga zum Camp. Insgesamt kümmern sich sechs Verantwortliche um die Nachwuchskicker.
Auf dem Trainingsplatz stehen täglich wechselnde Schwerpunkte auf dem Programm. Mal dreht sich alles ums Dribbling, mal um Passspiel oder Torabschluss. Doch das Camp soll weit mehr vermitteln als nur fußballerische Fähigkeiten. „Es geht in erster Linie um Spaß“, betont Campleiter Rudi Stalyga. „Natürlich wollen wir die Kinder auch ein Stück weiterentwickeln, aber genauso wichtig sind Teamfähigkeit, Respekt und der Umgang miteinander.“
Dabei greift Stalyga auch Themen auf, die über den Sport hinausgehen. Erst kurz zuvor habe er mit einer Gruppe über Mobbing gesprochen. „Jeder soll so akzeptiert werden, wie er ist. Das ist mir ganz wichtig“, sagt der Trainer. Fehler seien ausdrücklich erlaubt. „Bei mir dürfen Kinder fast alles machen. Wer mutig ins Dribbling geht und dabei den Ball verliert, wird dafür nicht ausgeschimpft.“
Besonders motivierend sind die kleinen Auszeichnungen während des Camps. Jeden Tag wird unter anderem ein „Spieler des Tages“ ausgezeichnet. Auch ein „Dribbelkönig“ wird ermittelt. Die Kinder sammeln dafür Punkte und erhalten Armbänder als Anerkennung für ihren Einsatz.
Zu den Höhepunkten gehört außerdem ein besonderes Abschlussspiel. Die Teilnehmer übernehmen dabei selbst Verantwortung: Ältere Kinder schlüpfen in die Trainerrolle, betreuen eine Mannschaft und bereiten sie auf ein großes „Pokalfinale“ vor. Im Anschluss folgt sogar eine Pressekonferenz, bei der die jungen Trainer und Spieler vor Mikrofonen Fragen beantworten dürfen – fast wie bei den Profis.
Auch abseits des Platzes ist das Camp bestens organisiert. Für das gemeinsame Mittagessen ist ebenso gesorgt wie für Obst und Getränke. „Das gehört einfach dazu“, sagt Schröder. Die Versorgung sei ebenso wichtig wie das Training selbst.
Für Stalyga erfüllen Fußballcamps zudem noch einen weiteren Zweck. „Kinder haben deutlich mehr Ferien als ihre Eltern Urlaub. Da sind solche Angebote wichtig.“ Im Mittelpunkt stehe jedoch immer das gemeinsame Erlebnis. „Wenn die Kinder am Ende mit einem Lächeln nach Hause gehen, dann haben wir unser Ziel erreicht.“ Und genau dieses Lächeln ist auf dem Sportplatz der FT Fulda in diesen Tagen überall zu sehen.
