Lokales FD 02.07.2026

Delegiertenkonferenz der SPD Fulda – Vorstand gewählt

Fulda (pm/pf) – Die diesjährige Kommunalwahl und Vorstandswahlen standen im Mittelpunkt der diesjährigen Delegiertenkonferenz des SPD-Stadtverbands Fulda, die wieder mitgliederoffen in der „Schubbkoarn’s Ruh“, Niederroder Höhe, stattfand.

Foto des neugewählten Vorstands (von links): Christine Fischer, Florian Hütsch, H.-J. Tritschler, Thoma Bobke, Rose Finkler. Foto: SPD-Stadtverband Fulda

Nach der Begrüßung durch Rose Finkler analysierte Co-Vorsitzender Thomas Bobke in seiner Rede das für die SPD enttäuschende Kommunalwahlergebnis. Der Verlust von 3 Sitzen im Stadtparlament schmerze. „Wir haben einen engagierten und themenbezogenen Wahlkampf geführt, umso enttäuschender sei für uns das Wahlergebnis gewesen“. Natürlich hätten Bundes- und auch Landespolitik eine entscheidende Rolle bei dem Wahlergebnis gespielt. Was aber nicht ausschließe, auch vor Ort über eine verbesserte Darstellung unserer Politik nachzudenken.

Wir wollen und werden mehr „vor Ort“ sein, mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen. „Mit unserer „Ansprechbar“ haben wir den Anfang gemacht, haben Anregungen und Wünsche aufgenommen. Deren Umsetzung in den städtischen Gremien scheiterte bisher an den festgezurrten Mehrheiten im Stadtparlament“.

Wir wissen, dass auch in Fulda viele unserer Wählerinnen und Wähler die sogenannte „Alternative“ gewählt haben. Wir nehmen dieses Verhalten ernst als Mahnung an die verantwortlich handelnden Politiker. Die SPD müsse sich auf Bundes- und Landesebene deutlich mehr den sozialdemokratischen Kernthemen widmen. „Unser Engagement vor Ort langt derzeit nicht, um dieses negative Bild zu überstrahlen. Trotzdem werden wir weiterhin den Finger in die Wunden der Fuldaer Kommunalpolitik legen und deren Defizite verdeutlichen!“, so Co-Vorsitzender H.-J. Tritschler.

Die neugewählte Co-Vorsitzende Christine Fischer betont, dass Fulda zwar eine beeindruckende barocke Kulisse, die Domplatzkonzerte, erfolgreiche Musicals und die Hochschule hat. Das alles präge das Bild unserer Stadt nach außen.

Wir müssen jedoch die Menschen erkennen und uns für sie einsetzen, die im Alltag oft nicht oder nicht ausreichend wahrgenommen werden – Familien, die mit steigenden Lebenshaltungskosten kämpfen, Alleinerziehende, Seniorinnen und Senioren, die sich Sorgen um ihre Pflege machen, wenn es mal nicht mehr alleine geht. Aber auch jungen Menschen müssen wir Perspektiven geben. Das Ergebnis für die regierende CDU zeige deutlich, dass deren Politik nicht überall ankomme. Wir werden deshalb, neben unserer „Ansprechbar“ und anderen Aktivitäten, ein regelmäßige Bürgersprechstunden in unserer Geschäftsstelle einrichten.

Die Neuwahlen ergaben folgendes Ergebnis: Als Co-Vorsitzende wurden gewählt: Thomas Bobke, Christine Fischer und H.-J. Tritschler. Die drei Co-Vorsitzenden werden in ihrer Arbeit unterstützt durch die Vorstandsmitglieder Florian Hütsch (Finanzen) und Rose Finkler (Protokoll). Ergänzt wird der Vorstand von 6 Beisitzerinnen und Beisitzern aus den jeweiligen Ortsvereinen.

SPD-Stadtverband wird gemeinsam mit der SPD-Stadtverordnetenfraktion die städtische Kommunalpolitik weiterhin kritisch, aber konstruktiv begleiten. An vernünftigen Vorschlägen seitens der SPD mangele es nicht, leider fehle in vielen Bereichen die Einsicht der städtischen Mehrheitsparteien, Vorschläge aus unseren Reihen als sinnvolle Anregung für die Stadtpolitik zu begreifen. In Anbetracht der Entwicklung am rechten Rand sollte dieses Verhalten überdacht werden, heißt es zum Schluss der Pressemitteilung.