Wie die Stadt Schlitz berichtet, wurde bei einer Besichtigung am Pfordter See am Dienstag eine geringe Sichttiefe von 0,6 Metern und ein vermehrtes Auftreten von Cyanobakterien, auch Blaualgen genannt, festgestellt. Die Stadt verweist auf die Empfehlungen des Umweltbundesamts und darauf, dass sich durch eine mangelnde Sichttiefe die Unfallgefahr erhöhe und Rettungsmaßnahmen erschwert oder behindert würden. Als Faustregel könne herangezogen werden, dass Badegäste im knietiefen Wasser ihre Füße noch sehen sollten. Zudem weist die Stadt auf die gesundheitlichen Risiken von Cyanobakterien hin und gibt folgende Hinweise: „Vermeiden Sie, beim Schwimmen Wasser zu schlucken. Vermeiden Sie den Aufenthalt in Bereichen mit sichtbaren Schlieren. Kinder und Kleinkinder sind besonders gefährdet. Nach dem Baden das Duschen nicht vergessen.“ Falls nach dem Baden Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Atemnot, Hautreizungen oder Quaddeln auftreten sollten, wird geraten, einen Arzt aufzusuchen und eine Meldung beim Gesundheitsamt zu machen.
Für den Guckaisee ist seit Anfang des Monats auf dem Badesee-Portal des Hessischen Landesamts für Naturschutz, Umwelt und Geologie eine Warnung eingestellt, weil die Sichttiefe weniger als einen Meter betrage, was mit einer erhöhten Unfall- und Verletzungsgefahr und der erschwerten Rettung Ertrinkender einhergehe. „Die geringe Sichttiefe kann durch ein erhöhtes Vorkommen von Grünalgen und gegebenenfalls auch Cyanobakterien verursacht sein“, heißt es dort.
Eine Übersicht zur Wasserqualität der hessischen Badeseen gibt es unter https://badeseen.hlnug.de/.
