Lokales FD 30.07.2026

Bischof Michael Gerber kommt zum 400. Schneefest nach Schleid

Schleid (pm/jah) – Seit nunmehr 400 Jahren, immer am 5. August, feiert die katholische Kirchengemeinde Hl. Johannes Paul II. in Schleid mit dem Kirchort Kranlucken im Dekanat Hünfeld-Geisa ihr Schneefest. Erstmals wurde es 1626, mitten im 30-jährigen Krieg, begangen. Schleid wurde nämlich in jener Zeit von Pest und Hungersnot heimgesucht. In ihrer Not wandten sich die Einwohner an die Gottesmutter Maria und gelobten, den 5. August stets feierlich zu begehen. Dieses Datum war der dem Pestgelöbnis nächstliegende Marienfesttag, der Weihetag der Kirche Maria Maggiore in Rom.

Bischof Dr. Michael Gerber. Symbolfoto: Christine Görlich

Deren Gründung wiederum soll auf dem so genannten „Schneewunder“ basieren: Der Legende nach soll mitten im heißen Sommer - am 5. August 350 n.Chr.  - der Esquilinhügel weiß bedeckt gewesen sein, woraufhin Papst Liberius dort die Kirche errichten ließ. Bis heute wird dieses Ereignis alljährlich nachgestellt, indem es abends von der Loggia der Kirche weiße Blüten auf den Platz „schneit“.

In und um die Pfarrkirche „Maria Schnee“ in Schleid beginnen die diesjährigen Jubiläumsfeierlichkeiten bereits am 4. August (Dienstag) um 18 Uhr mit einer Vesper und einem Theaterstück. Am 5. August (Mittwoch) folgen um 6.30 und 8 Uhr eine Heilige Messe und um 9.30 Uhr eine Kindersegnung im Pfarrhof. Das Festhochamt mit Bischof Dr. Michael Gerber aus Fulda beginnt um 10 Uhr samt anschließender Prozession durch den Ort, bevor um 15 Uhr eine zweite Vesper folgt. 

Spurensuche zum Leben und Wirken des Jesuitenpaters Eugen Büchel aus Schleid

Vor mehr als 100 Jahren kam Pater Eugen Büchel SJ aus Schleid nach South Dakota, um unter den Lakota zu wirken. Aus einem zunächst zeitlich begrenzten Einsatz wurde eine lebenslange Aufgabe.

Anlässlich des 400. Schneefestes begibt sich einer seiner Nachfolger, Pater Edmund Yainao SJ, am 6. August (Donnerstag) auf die Spuren Eugen Büchels in dessen Heimat. Gemeinsam mit einer Urgroßnichte des Jesuiten wird er um 14 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus „Borscher Hof“ in Borsch (ein Stadtteil von Geisa) berichten, welche Spuren der Schleider bei den Lakota hinterlassen hat, weshalb sein Wirken bis heute in den Missionsstationen fortlebt und welche Impulse seine Geschichte auch für unsere Gegenwart bereithält.