Dr. Karl-Ludwig Ruppel von der BI Umwelt Neuhof betont die Bedeutung: „Die Anerkennung als Umweltvereinigung ist ein Meilenstein mit Signalwirkung. Die BI hat ab sofort Mitwirkungs- und Klagerechte, wenn es zu einem Verwaltungsrechtsstreit um die Halde Neuhof kommen sollte. Es zeigt sich, dass unser langjähriger Einsatz Wirkung hat und dass die Bürger aus Neuhof und der Region nicht länger nur Zuschauer sind. Die Menschen haben ein Recht auf Transparenz, auf wissenschaftlich fundierte Entscheidungen und auf den Schutz ihres Lebensraums und des Trinkwassers. Genau dafür stehen wir ein. Wir werden nicht zulassen, dass Beschwichtigungen Fakten ersetzen oder Risiken kleingeredet werden.“
Die BI Umwelt Neuhof engagiert sich seit über drei Jahren intensiv für eine sachliche, wissenschaftlich gestützte Bewertung der Gefährdungslage rund um die Halde Neuhof. Die am Runden Tisch vorgestellten Analysen von Prof. Dr. Scheytt und Dr. habil. Krupp haben zuletzt verdeutlicht, dass die Situation der Halde weitere Untersuchungen zu den Wirkmechanismen und Prognosen für die Ausbreitung der in den Boden versickernden salzhaltigen Haldenwässer, eine konsequente Erweiterung des Monitorings und schließlich wirksame Maßnahmen zur Eindämmung der Sickerwässer aus der Halde durch K+S erfordert. Zugleich lehnt die BI die von K+S bisher in den Raum gestellten Abdeckungsvarianten mit belastetem Boden und Bauschutt für die Halde Neuhof entschieden ab. Nach Ansicht der BI muss der Fokus in den kommenden Jahren zunächst auf der Sanierung der Halde liegen.
Die Sicherung der Halde sei Voraussetzung dafür, dass endgültige Maßnahmen zur Bewältigung der Ewigkeitslasten des Bergbaus in Neuhof getroffen werden. Wie diese aussehen sollen, ist in Neuhof seit Jahren hochumstritten. Während K+S weiterhin auf eine Abdeckung setzt, plädiert die BI für einen möglichst weitgehenden Rückbau der Halde.
Vor diesem Hintergrund sieht die BI die Anerkennung als Umweltvereinigung als Bestätigung ihres beharrlichen Einsatzes und als Auftrag, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen. „Wir haben keinen Sprint begonnen, sondern einen Marathon“, heißt es aus dem Vorstand. „Was auch immer kommt, und wie auch immer K+S und die Behörden sich in den kommenden Monaten verhalten – wir sind bereit und haben nun alle Optionen.“, ergänzt Ruppel.
Die BI setzt weiterhin auf die Unterstützung der Bevölkerung und den starken Rückhalt in der Region. Wer sich sachlich über den aktuellen Stand informieren möchte, findet die wissenschaftlichen Analysen sowie die Protokolle des Runden Tischs unter: www.umwelt-neuhof.de/bi-aktiv oder www.neuhof-fulda.de.
