Die Diskussion um den Austragungsort der WM 2038 nimmt aber in Fan-Foren und Sportredaktionen Fahrt auf, obwohl die FIFA bislang weder ein Bewerbungsverfahren eröffnet noch einen offiziellen Kandidaten benannt hat. Wenn Sie heute lesen, ein bestimmtes Land sei bereits gesetzt, sollten Sie vorsichtig sein: Belastbare Entscheidungen gibt es schlicht noch nicht. Dieser Beitrag ordnet für Sie ein, was zur Weltmeisterschaft 2038 gesichert ist, welche Szenarien diskutiert werden und worauf Sie als Fußballfan in den nächsten Jahren achten sollten.
Was zur WM 2038 wirklich feststeht
Aktuell steht zur Weltmeisterschaft 2038 vor allem eines fest: Es gibt keinen vergebenen Gastgeber. Die FIFA hat am 11. Dezember 2024 zwei Turniere gleichzeitig vergeben – die WM 2030 an Marokko, Portugal und Spanien als Hauptgastgeber, mit zusätzlichen Jubiläumsspielen in Uruguay, Argentinien und Paraguay, sowie die WM 2034 an Saudi-Arabien, das einziger Bewerber war. Für 2038 läuft hingegen weder ein offizielles Bewerbungsverfahren, noch wurden bisher konkrete Kandidaten von der FIFA bestätigt.
Seriöse Aussagen zum Austragungsort sind deshalb zum heutigen Zeitpunkt nicht möglich. Wenn Sie sich für die WM 2038 interessieren, sollten Sie sich auf nachvollziehbare Szenarien und das bekannte FIFA-Vergabesystem stützen, statt einzelnen Gerüchten zu folgen. Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang ein Bericht der dpa vom Juni 2026, wonach der Deutsche-Fußball-Bund eine Bewerbung um die WM 2038 oder 2042 prüfen soll – eine offizielle Bestätigung des DFB liegt dazu allerdings nicht vor.
Rotationsprinzip: Welche Kontinente kommen in Frage?
Die FIFA verfolgt seit Jahren das Prinzip, Weltmeisterschaften möglichst über verschiedene Konföderationen rotieren zu lassen. Konkret bedeutet das: Konföderationen, die kurz zuvor Gastgeber waren, sind in der Regel für die nächste Vergabe gesperrt. Daraus ergibt sich eine grobe Logik für 2038, ohne dass damit ein Land vorweggenommen wäre.
Da die WM 2030 zu großen Teilen in Europa und Afrika sowie symbolisch in Südamerika ausgetragen wird und die WM 2034 in Asien stattfindet, dürften Bewerber aus diesen Konföderationen für 2038 zunächst weniger im Fokus stehen. Das könnte die Tür eher für Nord- und Mittelamerika sowie Ozeanien öffnen – mit der wichtigen Einschränkung, dass die FIFA die Regeln in der Vergangenheit mehrfach angepasst hat und auch ein erneuter europäischer Anlauf nicht grundsätzlich ausgeschlossen ist.
Welche Szenarien aktuell diskutiert werden
In der Fachöffentlichkeit kursieren derzeit vor allem analytische Szenarien, keine offiziellen Bewerbungen. Genannt werden unter anderem:
- eine mögliche Bewerbung aus dem CONCACAF-Raum, gegebenenfalls als Co-Gastgebermodell,
- eine Bewerbung aus Ozeanien, etwa unter Beteiligung Australiens und Neuseelands,
- ein möglicher europäischer Anlauf, etwa durch den DFB, sofern die FIFA ihre Rotationsregeln ändert.
All diese Überlegungen sind Stand heute Spekulation. Sie helfen Ihnen jedoch, das Feld einzugrenzen und unrealistische Gerüchte einzuordnen.
Wann mit einer Entscheidung zu rechnen ist
Bei den letzten Turnieren lag zwischen Vergabe und Anpfiff in der Regel ein Zeitraum von mehreren Jahren. Eine offizielle Entscheidung der FIFA zur WM 2038 ist daher voraussichtlich erst in den kommenden Jahren zu erwarten; ein konkreter Termin ist bislang nicht kommuniziert. Bis dahin werden Interessenten ihre Bewerbungsunterlagen vorbereiten, Stadienkonzepte prüfen und politische Rückendeckung sichern müssen.
Bis zur Vergabe sollten Sie Meldungen zum Austragungsort der WM 2038 grundsätzlich kritisch lesen. Belastbar sind nur Mitteilungen direkt von der FIFA oder den nationalen Verbänden – alles andere bleibt vorerst Einschätzung.
Was Sie als Fußballfan jetzt im Blick behalten sollten
Auch wenn 2038 noch weit entfernt scheint, lohnt sich für Sie der frühe Blick auf das Thema. Die WM 2038 folgt auf zwei in der Öffentlichkeit teils kontrovers diskutierte Turniere – die WM 2030 auf drei Kontinenten und die WM 2034 in Saudi-Arabien. Die FIFA dürfte daher unter besonderer Beobachtung stehen, ein sportlich wie organisatorisch überzeugendes Konzept zu präsentieren. Für Sie als Fan aus dem deutschsprachigen Raum heißt das vor allem: abwarten, Quellen prüfen und sich nicht von voreiligen Schlagzeilen treiben lassen.
Wenn Sie den Stand der Diskussion regelmäßig verfolgen möchten, finden Sie aktuelle Einordnungen und Hintergründe zum Austragungsort der WM 2038 sowie zu den nachfolgenden Bewerbungsphasen in spezialisierten Fußballportalen wie EM2024.org. Sobald die FIFA das Bewerbungsverfahren offiziell eröffnet, dürfte die Berichterstattung deutlich konkreter werden – und aus den heutigen Szenarien werden belastbare Kandidatenlisten. Auch für Sportwetten-Interessierte wird das Thema dann an Relevanz gewinnen, etwa wenn erste Wettmärkte auf den künftigen Gastgeber eröffnet werden.
Fazit: Geduld statt Gerüchte
Die ehrlichste Antwort auf die Frage nach dem Austragungsort der WM 2038 lautet derzeit: Es gibt keine offizielle Antwort. Wenn Sie sich an gesicherten Fakten orientieren, das Rotationsprinzip der FIFA verstehen und realistische Zeitfenster für die Vergabe einordnen, sind Sie Diskussionen unter Fans deutlich besser gewachsen als jene, die jedem Gerücht hinterherlaufen. Bis zur Entscheidung bleibt vor allem eines: die Vorfreude auf die nächsten Turniere – und ein wacher Blick auf jede neue Meldung aus Zürich.
