Betreut und praktisch umgesetzt wird das Schulgarten-Modul von der Organisation Ackerhelden, die als offizieller Bildungspartner die fachliche Leitung übernimmt. Das pädagogische Schulprojekt trägt den Namen „Buntes Klassenzimmer“ und widmet sich gezielt der Bildung für biologische Vielfalt in Grundschulen. Das Gesamtprojekt ist eine ambitionierte Initiative von Bioland e.V. in Deutschland und der Genossenschaft Bioland Südtirol landw. Ges. in Italien. Gefördert durch die Europäische Union, verfolgt das Projekt das Ziel, das Bewusstsein für hochwertige Bio-Lebensmittel zu stärken, die Relevanz des EU-Bio-Siegels zu erklären und die ökologischen Vorteile – wie Klimaschutz, Tierwohl und insbesondere die Förderung der Biodiversität – im Alltag erlebbar zu machen. Das Besondere: Die Schulklassen werden über die nächsten drei Projektjahre kontinuierlich von den Partnern begleitet, um ihre Hochbeete nachhaltig zu hegen und zu pflegen. Dank der EU-Förderung ist das gesamte Paket für die ausgewählten Einrichtungen komplett kostenfrei. Zwei Grundschulen pro Bio-Mobil-Halt haben die Chance dabei zu sein, das heißt im Laufe der drei Projektjahre dürfen sich 36 Schulen über die Aktion mit den Ackerhelden und über die Hochbeet freuen. „Es ist fantastisch zu sehen, mit wie viel Eifer und Freude die Kinder beim Pflanzen dabei waren“, erklärte Tobias Paulert, Projektleitung Schulgarten bei den Ackerhelden: „Genau darum geht es bei ‚Grenzenlos Bio | Vielfalt für Europa ‘: Wir besprechen Nachhaltigkeit und Artenschutz nicht nur in der Theorie, sondern machen Öko-Landbau beim gemeinsamen Gärtnern mit allen Sinnen erlebbar. Durch die dreijährige Laufzeit schaffen wir hier eine wirklich nachhaltige Verankerung im Schulalltag.“
Bunte Vielfalt im Beet: Von der Andenkirsche bis zum Pflücksalat
Wie wichtig echte Biodiversität ist, zeigt sich direkt beim Blick in die Erde: Die Bepflanzung der Hochbeete ist bewusst enorm divers gestaltet, um den Kindern die ganze Bandbreite der Natur zu zeigen. So wurden unter anderem Andenkirschen, Tomaten, Paprika, Chilis, Erdbeeren und Auberginen als Jungpflanzen gesetzt. Damit die Ernte noch spannender wird, haben die Schülerinnen und Schüler zusätzlich Radieschen und knackige Pflücksalate direkt in die Bio-Erde gesät. Ein Magnet für Summen und Brummen: Diese bunte Vielfalt ist nicht nur ein optisches Highlight, sondern funktioniert als lebendiges Ökosystem im Miniaturformat. Die unterschiedlichen Blüten und Pflanzensorten locken ganz natürlich wichtige Bestäuber wie Wildbienen und Hummeln an und bieten wertvollen Nützlingen ein neues Zuhause, die im Beet biologisch und ganz ohne Chemie für das natürliche Gleichgewicht sorgen.
Gleiche Voraussetzungen für rund 260 Fuldaer Schulkinder
Die beiden ausgewählten Einrichtungen bieten die idealen Bedingungen für das „Bunte Klassenzimmer“: An sowohl der Marquardschule als auch der Grundschule Lehnerz gehen jeweils rund 130 Schülerinnen und Schüler auf Entdeckungsreise in die Natur. Begleitet und unterstützt werden sie dabei von jeweils rund einem Dutzend engagierter Pädagoginnen und Pädagogen, die das Gartenprojekt fest in den Schulalltag integrieren.
Hintergrund: Das Bio-Mobil als Erlebnisort
Der Aktionstag stand in direktem Zusammenhang mit dem Hessentag in Fulda. Dort gastierte das „Bio-Mobil“ – das rollende Herzstück des EU-geförderten Projektes, das im Laufe von drei Jahren durch insgesamt 18 deutsche Städte tourt. Auf der Sonderschau „Der Natur auf der Spur“ lud das Mobil täglich zu interaktiven Entdeckungen, Kochshows und Dialogen über den Mehrwert ökologischer Landwirtschaft ein. Zudem war das Projekt fest in das offizielle Bildungsprogramm des Hessentages eingebunden und begrüßte im Rahmen von Schulführungen zahlreiche Klassen der Region.
Zum Projekt „Grenzenlos Bio | Vielfalt für Europa“
Das Projekt „Grenzenlos Bio | Vielfalt für Europa“ ist ein gemeinsames EU-gefördertes Projekt des Vereins Bioland in Deutschland und der Genossenschaft Bioland Südtirol landw. Ges. in Italien. Ziele sind die Steigerung der Bekanntheit von und die Stärkung des Vertrauens in „Bio“. Das Projekt möchte die Menschen in ihrem Alltag abholen und die Vorteile eines ökologischen Lebensstils für Mensch, Umwelt, Tier und Klima vermitteln. Von der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen des Autors bzw. der Autoren und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der Europäischen Exekutivagentur für die Forschung (REA) wider. Weder die Europäische Union noch die Bewilligungsbehörde können dafür verantwortlich gemacht werden.
