Vertreterinnen und Vertreter aus verschiedenen politischen Gremien, Mitarbeitende der Verwaltung sowie der Burg Fürsteneck machten sich auf den Weg nach Italien, um das besondere Jubiläum gemeinsam zu feiern. Die Verbindung zwischen Eiterfeld und Forlimpopoli besteht bereits seit vielen Jahren und lebt vor allem vom persönlichen Austausch. Eine besondere Rolle spielt dabei die Musik – insbesondere die Nyckelharpa. Das traditionelle Streichinstrument, das zum UNESCO-Kulturerbe gehört, ist zu einem Symbol der Partnerschaft geworden.
„Unsere Partnerschaft lebt von Begegnungen, vom Kennenlernen der Menschen und Kulturen und vor allem von den gemeinsamen Erlebnissen“, betonte die Delegation.
Nach der Ankunft wurden die Gäste aus Eiterfeld von der Kommune Forlimpopoli sowie den Gastgeberinnen und Gastgebern herzlich empfangen. Ein besonderes Gastgeschenk hatte die Delegation ebenfalls im Gepäck: einen heimischen Apfelbaum aus der Region. Dieser soll künftig in Forlimpopoli wachsen und symbolisch für die gemeinsamen Wurzeln und die weitere Entwicklung der Freundschaft stehen. Ergänzt wurde das Geschenk durch Hessentagsschnaps und kleine Glücksbringer aus der Heimat.
Höhepunkt der Reise war das Jubiläumskonzert zum 40-jährigen Bestehen der Musikschule Forlimpopoli. In diesem Rahmen durfte die Eiterfelder Delegation ein Grußwort überbringen. Das Konzert zeigte eindrucksvoll die Bedeutung von Musik und Kultur in der Partnerstadt. Neben dem Hauptkonzert fanden zahlreiche kleinere musikalische Darbietungen in den historischen Räumen und Türmen der Burganlage Rocca statt.
Besonders beeindruckend war, dass in den historischen Räumlichkeiten der Rocca nicht nur Kulturveranstaltungen stattfinden, sondern auch Teile der Verwaltung untergebracht sind. Geschichte und Gegenwart werden dort auf besondere Weise miteinander verbunden. Für einen weiteren Höhepunkt sorgte die historische Fahnengruppe Gruppo Storico Brunoro II mit Fahnenkunst, Musik und Tradition.
Neben den kulturellen Erlebnissen stand auch der Austausch über zukünftige gemeinsame Projekte im Mittelpunkt. Die Delegation besuchte eine örtliche Schule und sprach mit Lehrkräften über Bildung, mögliche Kooperationen und weitere Formen der Zusammenarbeit. Dabei wurde deutlich, dass die Partnerschaft noch viele Entwicklungsmöglichkeiten bietet. Hilfreich für den Austausch ist auch, dass viele Menschen in Forlimpopoli ein wenig Deutsch sprechen.
Auch die Region rund um Forlimpopoli wurde erkundet. Bei einem Besuch in Bertinoro erhielt die Delegation Einblicke in die italienische Lebens- und Genusskultur und besuchte ein Weingut. Als besonderes Andenken wurde zudem Olivenöl für zukünftige Jubiläen mit nach Eiterfeld gebracht.
Die Marktgemeinde möchte die Partnerschaft künftig noch stärker für die Bürgerinnen und Bürger öffnen. Geplant ist deshalb die Gründung eines Partnerschaftsvereins Forlimpopoli. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sollen sich künftig aktiv an Begegnungen und Veranstaltungen beteiligen können. Wer Interesse hat, kann sich bis zum 31. August 2026 unter dem Stichwort „Partnerschaftsverein Italien“ per E-Mail an hauptamt@eiterfeld.de wenden.
Die Reise habe erneut gezeigt, wie wertvoll persönliche Begegnungen für eine lebendige Partnerschaft seien, teilte die Marktgemeinde mit. Durch Musik, Kultur und gemeinsame Erlebnisse werde die Verbindung zwischen Eiterfeld und Forlimpopoli mit Leben gefüllt.
