Es sei tragisch, dass Amerika nach 250 Jahren Selbstverständnis als moralische Instanz nunmehr gezwungen sei, sich mit seinem eigenen Zerfall sowohl als Demokratie als auch als globale Ordnungsmacht auseinanderzusetzen – für beide Entwicklungen sei Donald Trump nur ein Symptom, nicht die Ursache. Trumps Hybris spiegele typische amerikanische Überzeugungen wider: den Glauben an eigene Besonderheit und die Ablehnung äußerer Normen. Oft sei diese Überheblichkeit ein Schutz vor Unsicherheit, der Stärke demonstrieren soll. Psychologisch betrachtet verberge sich dahinter meist Selbsttäuschung. Die öffentliche Wahrnehmung bleibe gespalten: Für manche ist Trump Held, für andere Tyrann – ohne einen offenen oder kathartischen Zusammenbruch bleibe die Tragödie unvollständig. „Am Ende erkennen wir in seiner Geschichte auch unsere eigenen Illusionen und lernen vielleicht daraus, bevor wir selbst scheitern“, heißt es in der Veranstaltungsankündigung. Um Anmeldung wird gebeten per E-Mail an katholische.akademie@bistum-fulda.de.
