Felix Hoffmann zeigte sich dagegen stark und sicherte sich mit 123 Metern den fünften Platz. Überraschend patzte auch Tournee-Dominator Domen Prevc aus Slowenien: Mit 112 Metern landete er nur auf Rang 30. Die schwierigen Windbedingungen machten den Springern besonders zu schaffen. Karl Geiger konnte 115,5 Meter erreichen und belegt Platz 39. Pius Paschke zeigte einen soliden Sprung, 119 Meter reichten für Platz 23. Alle deutschen Athleten dürfen somit am Sonntag ins Hauptspringen starten.
Die Bilanz fällt gemischt aus: Während Hoffmann eine starke Ausgangslage für das morgige Springen hat, bleibt Wellinger weiter auf der Suche nach der gewohnten Konstanz. Der Olympiasieger von 2018 hatte bereits bei den ersten beiden Stationen Schwierigkeiten, den zweiten Durchgang zu erreichen, und musste in Innsbruck erneut um das Weiterkommen bangen. Seit 24 Jahren wartet Deutschland auf einen Erfolg bei der Vierschanzentournee. Der letzte deutsche Sieg datiert auf 2002, als Sven Hannawald alle vier Springen gewann. In diesem Jahr bleibt die Konkurrenz stark, und trotz kleiner Rückschläge gehört Domen Prevc weiterhin zu den Favoriten auf den Gesamtsieg.
Die deutschen Springer bereiten sich nun auf das dritte Springen am Sonntag vor. Felix Hoffmann geht als bestplatzierter DSV-Athlet mit guten Chancen in den Wettbewerb, während Raimund, Geiger, Paschke und Wellinger hoffen, ihre Leistungen zu stabilisieren und im Kampf um die vorderen Plätze Boden gutzumachen.
