„Es war das erwartete schwere Jahr“, zog Vollmar sein Fazit in der Winterpause. Wenige Monate vor dem Saisonstart in der Verbandsliga stand die Welt in Hofbieber für einen Moment Kopf. Nach dem das Team überraschend in die Aufstiegsrelegation einstieg und sich in zwei Spielen durchsetzen konnte, schwebten alle in Hofbieber auf Wolke sieben. „Wir sind ein bisschen mit Glück in die Liga reingerutscht, das gehört auch zur Wahrheit“, sind sich alle allerdings einig.
Nach einer 0:5-Packung in Flieden und einer 0:3-Niederlage gegen Bad Soden erspielte sich Hofbieber in den weiteren vier Partien fünf Punkte und war bis zum Herbst gut unterwegs. „Wir sind ganz gut in die Runde gestartet und haben gepunktet. Da war der Kader noch recht vollzählig“, zeigt sich der Coach zufrieden. Im Saisonverlauf geriet der Aufsteiger aufgrund von Verletzungspech in einen personellen Engpass. Besonders zum Rundenende waren vermehrt auch Reserve-Spieler im Aufgebot der Startelf zu finden. „Die letzten Spiele hatten wir personell so Probleme, dass wir nicht konkurrenzfähig waren“, erklärt Vollmar. In 17 Spielen konnte der SVH einen Sieg und vier Unentschieden einfahren. Doch ließ sich das Team vom Negativtrend nicht beeinflussen. „Die Mentalität hat immer gestimmt“, lobt der Coach die Einstellung. Aufgrund des Verletzungspechs musste das Trainerteam viel improvisieren. „So konnten viele Spieler beim Abenteuer Verbandsliga dabei sein. Dem Miteinander innerhalb der Mannschaft hat es gut getan“.
In der Rückrunde hat sich Hofbieber aber einiges vorgenommen. Die Verletzten haben sich über die Winterpause auskurieren können und kehren zurück zur Mannschaft. Ende Januar ruft der Coach dann wieder auf dem Platz. Vorher treffen sich Akteure bereits einmal in der Woche zum Spinning. „Wir müssen an der Intensität schrauben. Das ist ein talentfreier Bereich, wo wir da sein müssen“, gibt Vollmar Einblicke in die Wintervorbereitung. Inhaltlich sei allerdings viel vom Wetter abhängig. In den vergangenen Jahren musste der SVH das Training öfters in die Halle oder ins Fitnessstudio verlegen. „Wir versuchen, körperlich fit zu sein, um die Fehlerquote zu minimieren“, gibt Vollmar die Marschroute vor. Einige der insgesamt 52 Gegentoren seien auf individuelle Fehler zurückzuführen gewesen. „Wir haben aber sowohl vorne als auch hinten Optimierungsbedarf“. Mit den Verletzungs-Rückkehrern erhoffe sich der Trainer zudem nochmal „mehr Luft“.
