Vandalismus, insbesondere in Sanitärbereichen, stellt an vielen Schulen im Kreis seit geraumer Zeit ein ernstzunehmendes Problem dar. Er verursacht hohe Kosten, beeinträchtigt das Lernumfeld und belastet das Schulklima nachhaltig. Unter den Folgen leiden vor allem die Schülerinnen und Schüler, die die beschädigten Räume täglich nutzen müssen. Jan Goldmann macht deutlich, dass es dabei um eine grundlegende Frage des respektvollen Miteinanders geht: „Schultoiletten sind keine Orte für Randale, sondern Räume, die täglich von allen genutzt werden. Wer dort mutwillig zerstört, schadet nicht nur dem Gebäude, sondern der gesamten Schulgemeinschaft.“
Auch die Tragweite des Problems wird klar benannt. Elias Philipp Herzog ordnet die Situation ein: „Vandalismus ist kein Randproblem. Er betrifft immer alle, durch zusätzliche Kosten, eingeschränkte Nutzbarkeit von Räumen und ein spürbar schlechteres Schulklima.“
Vor diesem Hintergrund verständigte sich der Kreisschülerrat darauf, sich kreisweit für präventive Maßnahmen einzusetzen. Dazu gehört insbesondere die Möglichkeit einer Videoüberwachung in den Gängen vor Toilettenanlagen, um wiederholte Sachbeschädigungen einzudämmen und Verantwortung klarer zuzuordnen. Der Kreisschülerrat betont ausdrücklich, dass es dabei nicht um Kontrolle um ihrer selbst willen geht, sondern um den Schutz gemeinschaftlich genutzter Räume.
Um solche Maßnahmen rechtssicher umsetzen zu können, setzt sich der Kreisschülerrat Hersfeld-Rotenburg dafür ein, dass das Landesdatenschutzrecht an dieser Stelle angepasst wird. Ziel ist es, einen wirksamen Schritt gegen den zunehmenden Vandalismus zu ermöglichen, unter dem viele Schülerinnen und Schüler an nahezu allen Schulen im Kreis konkrete Nachteile erfahren.
Elias Philipp Herzog hebt die Bedeutung der gemeinsamen Verständigung hervor: „Die kreisweite Einigung nach intensiver Diskussion macht deutlich, dass wir Verantwortung übernehmen und konkrete Schritte einleiten, statt Probleme weiter zu vertagen.“
Als nächsten Schritt wird sich der Kreisschülerrat Hersfeld-Rotenburg gemeinsam mit seinen Partnern an den Hessischen Datenschutzbeauftragten wenden. Mit den gefassten Beschlüssen unterstreicht der Kreisschülerrat Hersfeld-Rotenburg seinen Anspruch, schulübergreifend Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam mit Schulen und Schulträgern tragfähige und rechtlich saubere Lösungen zu entwickeln, die langfristig zu einem besseren Schulumfeld beitragen.
