Breaking News 03.01.2026

Update – Stromausfall in Berlin: Polizei prüft Bekennerschreiben

Berlin (sim) – Ein massiver Stromausfall im Südwesten Berlins hat seit Samstagmorgen rund 45.000 Haushalte und mehr als 2200 Betriebe in Nikolassee, Zehlendorf, Wannsee und Lichterfelde lahmgelegt. Ursache war ein Brand an einer Kabelbrücke über den Teltowkanal nahe dem Kraftwerk Lichterfelde. Der Berliner Staatsschutz prüft inzwischen ein Bekennerschreiben, das auf politisch motivierte Brandstiftung hindeuten könnte. (Update 18.45)

Die Stromversorgung könnte nach Angaben des Netzbetreibers Stromnetz Berlin für viele Betroffene voraussichtlich erst bis Donnerstag, den 8. Januar, wieder vollständig hergestellt sein. In Lichterfelde wird an einer schnelleren Lösung für etwa 10.000 Haushalte gearbeitet.

Die winterlichen Temperaturen und Schneefälle verschärfen die Lage: Viele Heizungen sind auf Strom angewiesen, sodass Bewohner nun auch ohne Wärme dastehen. Supermärkte, Läden sowie Teile des Telefon- und Mobilfunknetzes sind ebenfalls betroffen. Ampeln funktionieren nicht, wodurch die Feuerwehr vor Verkehrsunfällen warnt.

Zur Unterstützung wurden Notrufstellen eingerichtet, zudem koordinieren Feuerwehr, THW, DRK, Malteser und Johanniter Hilfsmaßnahmen vor Ort. Kliniken im betroffenen Gebiet arbeiten weiterhin, werden jedoch nur in Notfällen angefahren. Bürger werden gebeten, vorsichtig zu sein, ältere oder hilfsbedürftige Nachbarn zu unterstützen und auf Kerzen sowie gasbetriebene Heizgeräte in Innenräumen zu verzichten.

Berliner Polizei auf X:

„Unserem #Staatsschutz liegt ein Selbstbekennerschreiben zum #Stromausfall vor. Unsere Kolleginnen und Kollegen prüfen derzeit die Authentizität dieses Schreibens.“