Während der Demonstration gab es mehrere Kundgebungen von verschiedenen Aktivistinnen und Aktivisten. Sie riefen immer wieder dazu auf, ihre Stimme zu erheben und sich für Kurden weltweit einzusetzen. Besonders kritisch gesehen wurde der für diese Woche geplante Besuch des syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa. Aufgrund der innenpolitischen Lage in Syrien sagte al-Scharaa den Deutschlandbesuch allerdings ab.
„al-Scharaa greift die Kurden an, und weltpolitisch sagt keiner etwas. Dafür sind wir heute hier. Wir sind nicht dafür, dass islamistische Terroristen in Deutschland willkommen sind“, betonte Ürüc. Zudem stellten die Demonstrierenden das Verbot verschiedener kurdischer Symbole sowie der Flagge der Autonomen Region Kurdistan infrage. „Als die Kurden gegen den IS gekämpft haben, hat sich das Parlament bedankt. Heute sind die Symbole und die Flagge verboten? Da fragen wir uns, warum“, so Ürüc.
Auf dem Universitätsplatz demonstrierten die etwa 300 Menschen mit Flaggen und diversen Schildern. Dabei sangen sie gemeinsam kurdische Protestlieder. Auch die Polizei war auf dem Universitätsplatz vor Ort und begleitete die stille Demo. Durch die Stadt liefen die Teilnehmer dabei nicht.
