„Die Druckerei Rindt GmbH & Co. KG sieht sich, wie viele Unternehmen der Druck- und Medienbranche, seit Jahren mit einem tiefgreifenden Strukturwandel konfrontiert. Sinkende Printvolumina sowie deutlich gestiegene Energie- und Rohstoffkosten stellen selbst etablierte Betriebe vor große Herausforderungen“, teilen Sebastian Jerabeck, Geschäftsführer der Druckerei Rindt, und Dirk Ritzenhoff von der Flöther & Wissing Insolvenzverwaltung Fulda GbR, der zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt wurde, in einem gemeinsamen Statement mit: „Vor diesem Hintergrund wurde bewusst der Schritt der Insolvenzanmeldung gewählt, nicht als Endpunkt, sondern als strategischer Neustart. Das Verfahren eröffnet die Möglichkeit, Strukturen zu überprüfen, Prozesse neu auszurichten und das Geschäftsmodell konsequent an die veränderten Marktbedingungen anzupassen.“ Die beiden versichern, dass der Geschäftsbetrieb ohne Einschränkungen fortgeführt werde: „Kunden werden wie bisher zuverlässig und uneingeschränkt beliefert, laufende und neue Aufträge werden planmäßig umgesetzt. Mit dieser Neuausrichtung wird die aktuelle Phase als Chance genutzt, um ein stabiles und zukunftsfähiges Fundament für die weitere Entwicklung des Unternehmens zu schaffen.“
Die Druckerei Rindt besteht seit über 90 Jahren. Das Unternehmen beschreibt sich auf seiner Homepage als eine der modernsten und leistungsfähigsten Druckereien Hessens. Im Herbst 2022 hatte sich die Mediengruppe Parzeller von der Druckerei, die damals rund 60 Mitarbeiter hatte, getrennt. Im Rahmen eines „Management-Buy-outs“ hatte der bisherige Geschäftsführer Sebastian Jerabeck das Unternehmen gekauft.
