Lokales FD 07.01.2026

Update 7 – Werkstatthalle im Vollbrand - Feuerwehrmann stirbt

Rückers (sim/jah/pm) – Unter dem Stichwort „F2 – Dachstuhlbrand“ wurden die Einsatzkräfte am Dienstagabend nach Flieden-Rückers gerufen. Ein Mitarbeiter der betroffenen Firma hatte gegen 17.35 Uhr auf einen Brand im Dachstuhl der Lagerhalle in der Straße „Adenmühle“ aufmerksam gemacht und umgehend die Rettungsleitstelle alarmiert.

Symbolfoto: Christine Görlich

Fotos: Fuldamedia

Ein 27 Jahre alter Feuerwehrmann aus der Gemeinde Flieden starb während der Löscharbeiten. Er brach beim Aufbau der Wasserversorgung, abseits des Brandes, plötzlich zusammen. Trotz sofortiger Reanimation und anschließendem Transport in ein Krankenhaus verstarb er noch am Abend. Die Polizei erklärte, dass der Todesfall nicht im Rahmen der Brandbekämpfung geschehen sei und von einer medizinischen Ursache ausgegangen werde. Dieser tragische Zwischenfall überschattete den gesamten Einsatz. Betroffene Feuerwehrleute wurden ausgetauscht, und es standen Gesprächsangebote der psychosozialen Notfallversorgung bereit. Die Löscharbeiten wurden von den Einsatzkräften aus Nachbarwehren fortgesetzt.

Vor Ort stellten Feuerwehr und Polizei fest, dass die Werkstatt-Halle eines landwirtschaftlichen Lohnunternehmens im Vollbrand stand. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot aus Flieden, Neuhof, Fulda, Schlüchtern, Steinau an der Straße und Kalbach mit etwa 150 Einsatzkräften, darunter Drehleitern, DRK, DLRG und THW, vor Ort. Letzteres überprüfte die Statik der Halle. Das Hallendach stürzte teilweise ein. Aufgrund der Lagerung von Maschinen, Ölen, Gasflaschen und Reifen kam es mehrfach zu Explosionen, weshalb die Feuerwehr teilweise aus der Deckung heraus löschen musste. Durch das schnelle Handeln konnten jedoch diverse Fahrzeuge aus der Halle gerettet werden.

„Wir wurden zu einem Dachstuhlbrand alarmiert. Bei unserer Ankunft war der Feuerschein im Deckenbereich deutlich sichtbar“, berichtet Daniel Gutrung vom Brandschutzaufsichtsdienst des Landkreises Fulda. „Die Halle war unten stark gefüllt, sodass der Zugang zunächst schwierig war. Die Wasserversorgung war durch das Hydrantennetz und ein Gewässer unterhalb der Bahnstrecke sichergestellt. Hessen Mobil hat die Zufahrtswege abgestreut, sodass die Löschmaßnahmen trotz Glätte gut durchgeführt werden konnten.“

Die Brandursache ist derzeit noch unklar. Die Brandstelle wurde beschlagnahmt, die Brandursachenermittler der Fuldaer Kriminalpolizei werden voraussichtlich im Laufe des Donnerstags die Ermittlungen aufnehmen. Aufgrund des Ausmaßes des Brandes dürften die Untersuchungen längere Zeit in Anspruch nehmen. Nach ersten Schätzungen beläuft sich der Sachschaden auf etwa 800.000 Euro.

Großbrand einer Scheune zwischen Rückers und Flieden. Fotos: Fuldamedia