Handball 23.01.2026

Spitzenreiter Hersfeld startet wieder – Derby in Großenlüder

Osthessen (sim) – Nachdem für viele Teams die Rückrunde bereits am vergangenen Wochenende begonnen hat, greift nun auch die letzte osthessische Handballmannschaft im Jahr 2026 ins Geschehen ein: In der Männer-Oberliga Nord stehen für den TV Hersfeld (beim TV Külte) sowie mit dem Derby zwischen der HSG Großenlüder/Hainzell und dem Hünfelder SV interessante Paarungen an. Auch die Frauenmannschaften aus der Region sind natürlich gefordert.

Das Derby zwischen Großenlüder/Hainzell und dem Hünfelder SV ist ein Klassiker. Nun steigt das Rückspiel der laufenden Saison in der Lüdertalsporthalle. Foto: Christine Görlich

Männer

Für den TV Hersfeld geht es am Samstag (19.15 Uhr) auswärts zum TV Külte. Trainer Kai Hüter sieht sein Team gut vorbereitet. „Wir sind startklar und hatten jetzt eine Woche mehr Zeit, um uns vorzubereiten“, erklärt der Coach. Trotz des deutlichen 37:29-Erfolgs im Hinspiel warnt Hüter davor, die Partie zu locker anzugehen. „Wir sind im Hinspiel sehr naiv in das Spiel gegangen und haben uns da extrem schwergetan.“

Ein besonderes Augenmerk lag in der Vorbereitung auf Kültes Spielmacher Heinrich Wachs. „Er ist derjenige, der bei Külte alles lenkt und der Denker der Mannschaft ist“, so Hüter. Im Hinspiel habe Hersfeld ihn nicht aufmerksam genug gedeckt. Dieses Thema wurde nun gezielt aufgearbeitet, auch mithilfe von Videoanalysen. „Wir haben uns verschiedene Varianten angeschaut, wie wir ihn decken können, und werden dann schauen, wie wir ihn in Zaum halten.“ Personell gibt es beim Spotzenreiter aus der Festspielstadt weiterhin einige Fragezeichen. „Für uns zählen jetzt erstmal die nächsten drei Spiele. Da müssen wir schauen, ob und wann die Angeschlagenen zurückkommen“, sagt Hüter. Um nicht zu ausrechenbar zu sein, arbeitet das Team zudem an Lösungen, um Fynn Reinhardt zu entlasten. „Aktuell müssen wir davon ausgehen, dass die Gegner Fynn in Manndeckung nehmen – wir würden es ja nicht anders machen.“ Die Vorfreude im Team ist dennoch groß: „Die Jungs haben wieder richtig Bock, von vorne weg zu starten – und das wollen wir uns erhalten.“

Am gleichen Abend kommt es in Großenlüder zum großen Derby: Die HSG Großenlüder/Hainzell empfängt am Samstag um 19 Uhr den Hünfelder SV. HSG-Trainer Sebastian Peppler macht im Vorfeld aber deutlich, dass zumindest er der Partie keine besondere Bedeutung beimisst. „Für mich ist es ein Spiel wie jedes andere“. Zwar könne bei den Zuschauern ein Derbygefühl entstehen, sportlich wolle er den Fokus aber klar auf die eigene Mannschaft legen. Die HSG will den Schwung aus dem vergangenen Spiel mitnehmen, zugleich jedoch die Fehler abstellen, die zuletzt noch zu häufig aufgetreten sind. „Wir wollen unseren Stiefel runterspielen“, so Peppler. Dazu gehöre vor allem, das eigene Tempospiel weiter zu forcieren und in der Abwehr stabiler zu stehen, um weniger Gegentore zuzulassen. Gleichzeitig dient die Partie auch der Vorbereitung auf die kommenden Aufgaben. „Wir wollen uns auch in solchen Spielen auf die weiteren Brocken vorbereiten“, sagt der Trainer, der sich zudem auf eine gut gefüllte Halle freut – den HSV aber nicht unterschätzt.

In Hünfeld werden die Rollen klar verteilt angesehen: „Großenlüder ist natürlich der klare Favorit. Sie nehmen zu Hause fast jede Mannschaft auseinander, die nicht ganz oben steht“, sagt Trainer Stephan Kimpel. Ziel der Gäste sei es, den Rivalen so lange wie möglich zu ärgern. Entscheidend werde es sein, das hohe Tempo der HSG zu drosseln. „Gelingt uns das nicht, gehen wir unter“, so Kimpel. Die Vorfreude auf das Derby ist dennoch groß. „Wir sind alle heiß auf das Spiel. Unter solchen Umständen zu spielen, macht einfach Spaß, da ist eine ganz andere Atmosphäre.“ Personell kann der HSV aus dem Vollen schöpfen, dennoch bleibt Kimpel realistisch: „In einem Derby will man sich nie abschlachten lassen.“

 

Frauen

In der Regionalliga wartet auf die Frauen des TV Hersfeld am Samstag (19 Uhr) eine schwere Auswärtsaufgabe bei der HSG Baunatal. Für den Aufsteiger um Trainerin Sabine Teichmann geht es vor allem darum, sich nach der Winterpause wieder in die gewohnte Form zu bringen und die schwache Leistung der Vorwoche abzuschütteln.

Auch in der Oberliga Nord sind die osthessischen Teams unterwegs. Die HSG Großenlüder/Hainzell reist am Samstag (19.15 Uhr) zur zweiten Mannschaft von Germania Fritzlar. Trainer Liviu Pavel will mit seinem Team an die Trainingsleistungen anknüpfen und sich auswärts möglichst stabil präsentieren. Am Sonntag (15.30 Uhr) ist zudem der TV Hersfeld II gefordert. Die Mannschaft von Trainerin Ute Berz tritt bei der TSG Dittershausen an und will als Aufsteiger wichtige Punkte im Kellerduell gegen den Tabellenletzten holen.