So weit, so gut. Daraus muss man auch kein Geheimnis machen. Auch Mitglieder anderer Parteien sind in Vereinen, auch als Vorsitzende, aktiv. An dieser Stelle sollte aber das Wirken im Verein Vorrang haben, nicht eine mögliche politische Vereinnahmung, meint der SPD-Stadtverband Fulda in einer Stellungnahme.
Nun stehen wir im Kommunalwahlkampf und da stellt sich schon die Frage, wie verhalte ich mich als exponiertes Mitglied eines Vereins. Insbesondere bei öffentlichen Auftritten und Veranstaltungen. „Da stellt sich schon die Frage, kann ich bei solchen Gelegenheiten das Herausstellen der CDU-Mitgliedschaft oder gar den Aufruf zur Wahl der CDU moralisch verantworten“, meint Co-Vorsitzender H.-J. Tritschler,
Wenn die FKG bei einer CDU-Veranstaltung auftritt, ist das nicht zu beanstanden. Ist es aber angebracht, wenn dabei Prinzessin Isabel von Brief und Siegel, Regentin von allen Fuldaerinnen und Fuldaern in der 5. Jahreszeit, ihre CDU-Mitgliedschaft und ihre Kandidatur für das Stadtparlament öffentlich herausstellt? „Das muss sie das mit ihrem Gewissen vereinbaren, einen Beigeschmack hat das allerdings schon“, meint der Co-Vorsitzende.
Viel schlimmer ist, wenn bei öffentlichen Veranstaltungen eines Vereins zur Wahl der CDU aufgerufen wird. So geschehen beim Kameradschaftsfest der Reservistenkameradschaft Haimbach. Das sei kein respektvoller Umgang mit einem Verein, dessen Mitglieder mit Sicherheit nicht nur CDU-Mitglieder sind.
Man frage sich, was die CDU in der Stadt so umtreibe. Scheinbar sei es die Angst vor dem Wahlergebnis, die die CDU zu solchen fragwürdigen Methoden veranlasse. Keineswegs werde sich die SPD in der Stadt Fulda auf dieses Niveau herablassen, so der SPD-Stadtverband zum Schluss der Pressemitteilung.
