Lokales FD 17.01.2026

Sichtbare Fortschritte: Fachmarktzentrum vor ersten Eröffnungen

Neuhof (jah) – Das neue Fachmarktzentrum an der Fuldaer Straße in der Kaligemeinde Neuhof nimmt zunehmend Gestalt an. Wo lange Zeit vor allem Planungen im Hintergrund liefen, sind die Fortschritte inzwischen unübersehbar. Schritt für Schritt entsteht dort ein moderner Einkaufsstandort, der künftig mehrere Märkte an einem zentralen Ort bündeln wird – und die ersten Eröffnungen könnten schon in den kommenden Monaten folgen.

Das neue Fachmarktzentrum in der Fuldaer Straße in Neuhof nimmt sichtbar Formen an. Fotos: Janosch Hensel

Zum aktuellen Stand des Projekts erklärt Bürgermeister Heiko Stolz, dass sich die Eröffnungen der einzelnen Märkte zeitlich staffeln werden. „Ein genauer Termin lässt sich kaum abschätzen. Der Lidl soll Mitte Februar eröffnen, die neue Drogerie Müller Ende April. Das wird alles sukzessive passieren“, so Stolz. Dazu kommen die Märkte Logo und Kik, die aus dem jetzigen Standort am Zollweg in das aktuelle Lidl-Gebäude ziehen sollen. Außerdem soll die Aldi-Filiale an gleicher Stelle nochmal neu gebaut werden.

Mit dem neuen Fachmarktzentrum verbindet die Gemeinde große Erwartungen – sowohl für die Bürgerinnen und Bürger als auch für die Attraktivität des Orts insgesamt. Die Verkaufsflächen werden deutlich erweitert, insbesondere der neue Lidl-Markt wächst erheblich. „Generell werden die Flächen deutlich erhöht, Lidl wird fast verdoppelt“, erläutert der Bürgermeister. Besonders die Ansiedlung einer Drogerie sei ein lange gehegter Wunsch gewesen: „Die Drogerie war ein Wunsch, den ich seit ich Bürgermeister bin – also seit neun Jahren – immer wieder gehört habe. Das war ständig Thema.“

Die Gemeinde verspricht sich von dem Projekt einen zusätzlichen Schub für den Einzelhandel vor Ort. Auch der geplante Neubau des Aldi-Marktes werde dazu beitragen. Gleichzeitig verteidigt Stolz bewusst den Standort im Ortskern. In der Vergangenheit sei häufig die Frage aufgekommen, warum ein solches Zentrum nicht am Ortsrand realisiert werde. Seine Antwort darauf ist klar: „Wir wollen den Innenort stärken und mehr Glanz in die Gemeinde bringen.“

Dass es in der Vergangenheit vergleichsweise ruhig um das Projekt war und es keinen öffentlichkeitswirksamen, symbolischen Spatenstich gab, habe darüber hinaus seinen Grund. „Das war rechtlich nicht ganz einfach“, erklärt Stolz, bewusst ohne ins Detail gehen zu wollen. Trotz dieser Hürden sei das Projekt nun aber auf einem guten Weg.

Wie es mit den Flächen weitergeht, die durch Umzüge frei werden, ist derzeit noch offen. Für die Gemeinde hat zunächst die Fertigstellung des Gesamtprojekts Priorität. „Das wird in aller Ruhe mit den Eigentümern besprochen. Der erste Schritt ist, das Fachmarktzentrum in Gänze zusammenzubringen und fertigzustellen“, so Stolz. Der zeitliche Horizont sei dabei schwer genau zu bestimmen: „Je nachdem, wie lange der Aldi auch braucht, könnte das Ende 2026, Anfang 2027 soweit abgeschlossen sein. Es ist schwierig einzuschätzen, weil die Geschäfte nacheinander eröffnen – und es ist nachvollziehbar, dass die Einzelhändler nicht warten wollen, bis die anderen so weit sind.“

Insgesamt wächst die Verkaufsfläche im Bereich der Fuldaer Straße deutlich an – um mehr als das doppelte. Ziel der Gemeinde ist es, Kaufkraft stärker im Ort zu halten und den Bürgerinnen und Bürgern ein attraktives, gebündeltes Einkaufsangebot zu machen – ein Ziel, das mit dem neuen Fachmarktzentrum nun sichtbar näher rückt.