Dabei ging es richtig zur Sache. Diskussionen zu den Bereichen Handspiel, Notbremse, Vorteilsanwendung und schließlich die Konsequenzen mit Roter und Gelber Karte ließen dann schon durchblicken, mit welchen guten Vorkenntnissen die Bewerber zur Schiedsrichterausbildung angetreten waren. Insgesamt fünf Ausbildungsabschnitte haben sie in Summe zu bewältigen, am Ende steht ein intensiver, zweigeteilter Prüfungsteil mit einem Lauftest auf dem Spielfeld und einem umfangreichen schriftlichen Regeltest.
Klimek bereitet die Neulinge bestens auf die Prüfung vor, wobei schon im Vorfeld auch digitale Regelfragen, teils im Multiple Choice-Verfahren (Anklicken der richtigen Antwort bei mehreren Aussagen) zu beantworten sind.
Was sagen die Bewerber selbst? Roland Wolf (39) von Union Niederkalbach erklärt: „Nach Abschluss meiner aktiven Fußballerkarriere möchte ich gerne dem Fußball weiterhin treu bleiben. Ich habe 33 Jahre aktiv Fußball gespielt. Ich bin absolut motiviert, da jetzt noch einmal als Schiri weiterzumachen. Spieleleitung in den Kreisligen A und B sind so mein Ziel. Außerdem diene ich damit meinem Verein“. Kadir Kahraman, 15-jähriger Schüler am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, tritt als Bewerber für den TSV Künzell an. Er selbst spielt noch als B-Junior aktiv Fußball, will aber gerne auch als Schiedsrichter fungieren. Beide Aktivitäten, so meint er, kann er gut miteinander verbinden. Geworben wurde er von einem Vereinskollegen.
Marcus Klimek freut sich, dass auch für den Neulingslehrgang 2026 wieder so viele Sportkameraden angetreten sind. Auch die Mischung zwischen 14 und 40 Jahren passt, so Klimek: „Da paart sich jugendlicher Elan mit jahrzehntelanger Erfahrung. Wir gewinnen immer wieder gute Leute für das Schiedsrichteramt“.
