Boxen/Kickboxen 14.01.2026

Ruhige Feiertage, intensiver Start - Eisbaden mit Sergej Braun

Fulda (sim) – Die Feiertage waren für Amateur-Boxer Albin Keune vor allem eins: ruhig, entspannt und voller Energie für das neue Jahr. Trotz der besinnlichen Tage blieb der Sport nicht außen vor. Im Gespräch mit Osthessen-Zeitung zieht der Athlet ein positives Fazit über die letzten Wochen und gibt einen Ausblick auf die kommenden Trainingswochen, in denen das Battle of Barock V das große Highlight bildet.

Fotos: Silas Messing

„Die Feiertage waren sehr entspannt, alles lief ruhig und besinnlich ab“, berichtet Keune. Sportlich ließ er sich dabei nicht hängen: Drei Laufeinheiten standen auf dem Programm, inklusive des traditionellen Eisbades mit Sergej Braun. „Sehr kalt, definitiv kein neues Hobby, aber eine Erfahrung wert“, sagt er lachend. Kulinarisch stand Genuss im Vordergrund. Strikte Diätvorgaben gab es nicht. „Ich habe mich nicht überfressen, aber auch nicht darauf geachtet, was ich esse. Auf der Waage hat sich nichts verändert – zum Glück nicht mehr, aber auch nicht weniger“, erklärt Keune über die Feiertage. Das, obwohl das Weihnachtsessen bei seiner Mutter Truthahn, Schweineländer und Spätzle umfasste – alles, was das Herz begehrt.

Ab Januar liegt der Fokus wieder klar auf Leistung und Intensität. „Wir starten jetzt in die heiße Phase des Trainings. Sechs Einheiten pro Woche, davon drei im Gym. Basics wiederholen, Intensität steigern – Schritt für Schritt“, sagt Keune. Einen festen Plan für die Zeit nach der aktuellen Trainingsphase gibt es noch nicht, alles wird sich herauskristallisieren, je nachdem, wie die Entwicklung verläuft. „Ich bin noch lange nicht da, wo ich sein will. Deshalb heißt es jeden Tag aufs Neue Gas geben“, so Keune.

Trotz Muskelkater und neuer Belastungen hilft nicht alles: Das Eisbad sei nur bedingt wirksam gewesen, die Sauna hingegen ein bewährtes Mittel zur Regeneration. „Einmal die Woche Sauna muss schon sein, damit der Körper klarkommt“, sagt Keune. Die Vorfreude auf die Wettkämpfe ist groß, Anspannung noch nicht spürbar. „Die Anspannung kommt dann kurz vor dem Kampf. Jetzt geht es einfach darum, fit zu werden.“ Keune bleibt dabei gelassen, aber fokussiert: „Es geht darum, die Leistung zu steigern und jeden Tag bestmöglich zu nutzen.“

Coach Johann Gildenberg zeigt sich zufrieden, betont aber, dass die Grundlagen und die Technik weiter verbessert werden müssen. „Der Wille ist da, aber man muss noch hart arbeiten. Disziplin, Bewegung und Freude am Sport sind entscheidend. Gerne auch eine zusätzliche intensive Einheit pro Woche“, so Gildenberg. Mit klarem Plan, hohen Ambitionen und motiviertem Einsatz will Keune das Jahr 2026 konsequent angehen – die ersten Schritte sind gemacht, der Blick bleibt auf das große Ziel gerichtet.